Lakritz-Äquator

Warum Sallos und Antoni der Münchner Schickeria ans Bein pinkeln

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Mit einem OOH-Motiv veralbert Sallos die Münchner Schickeria, die wenig Ahnung von Lakritz hat
© Sallos
Mit einem OOH-Motiv veralbert Sallos die Münchner Schickeria, die wenig Ahnung von Lakritz hat
Es ist ein bekanntes Phänomen: Lakritz ist im Norden Deutschlands wesentlich beliebter als südlich des sogenannten "Lakritz-Äquators". Drei Viertel der schwarzen Süßholznascherei wird nämlich nördlich von Kassel gegessen. Vor allem in München wird Lakritz gerne als "Bärendreck" bezeichnet. Die Katjes-Marke Sallos richtet sich zusammen mit Antoni Jellyhouse in einer Kampagne deshalb jetzt offensiv gegen die Schickeria aus der bayerischen Landeshauptstadt.
"Nix für Münchner" steht auf dem Motiv geschrieben, das unter anderem am Hamburger Hauptbahnhof auf einer 360 Quadratmeter großen Werbefläche zu sehen ist. Um sich auch visuell von der bayerischen "Bussi-Bussi-Gesellschaft" zu distanzieren, zeigt das Plakat zudem Bussi-Schorsch, eine Ikone der Münchner Schickeria. Die implizite Botschaft von Sallos: Während sich der Norden beim Naschen fein und zurückhaltend gibt, feiert sich der Süden lieber selbst. 
Die Kampagne ist auf Blow-up-Flächen bis Ende Oktober in Hamburg, Bremen und Hannover zu sehen, in Dortmund gar bis Mitte Dezember. Bei Antoni Jellyhouse zeichnen Martin Pross (GF Kreation), Xymena Duzy (Creative Director), Finn Guetschow (Art Director), Sevra Yetiser (Beratung) und Martha Kausmann (Beratung) verantwortlich. Fotografiert wurde das Motiv von Florian Schüppeltt
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