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Publicis will seine Commerce-Unit stärken
Publicis
Kooperation mit Start-up Charles

Publicis baut Angebot für Social Commerce aus

Publicis will seine Commerce-Unit stärken
Die deutsche Publicis-Gruppe hat eine Kooperation mit dem Start-up Charles vereinbart. Das Berliner Unternehmen hat eine App entwickelt, die es Händlern ermöglicht, Verkaufs- und Beratungsprozesse über Chats abzuwickeln. Mit der Partnerschaft will Publicis das Beratungsangebot im Bereich Online-Handel ausbauen. Für dieses Geschäftsfeld hat die Gruppe vor kurzem ihre bestehende Commerce-Unit neu aufgesetzt.
von Mehrdad Amirkhizi Dienstag, 26. Oktober 2021
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Die von Charles entwickelte App bietet Shop-Betreibern die Möglichkeit, ihre Handelssysteme direkt mit Whatsapp oder anderen Messenger-Diensten zu verbinden. "Wer Waren über das Internet verkaufen will, muss heute sein Geschäft auf Conversational Commerce vorbereiten. In China wird bereits ein Drittel des Online-Handels über soziale Netzwerke abgewickelt. Messenger spielen dabei eine zentrale Rolle", sagt Andreas Tussing, Co-Gründer von Charles.

Der ehemalige McKinsey-Mann hat die Plattform 2019 zusammen mit Artjem Weissbeck gegründet. Zu den Investoren gehören unter anderem HV Capital und Accel. Sie haben dem Start-up 6,4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Als Einzelinvestoren sind darüber hinaus Ex-Facebook-Manager Martin Ott sowie About-You-Gründer Tarek Müller an Bord. Publicis will mit der Kooperation nicht zuletzt seine Commerce-Unit stärken. Sie ging bereits 2018 als Ableger der Mediasparte an den Start. Im Frühjahr 2021 hat die französische Netzwerkagentur das Angebot neu aufgesetzt und unter das Dach von Digitas Pixelpark gestellt. Dort kümmert sich CEO Ralf Niemann persönlich um das Thema, zusammen mit Managing Director Uwe Roschmann.

Zu ihren Zielen gehört, das Geschäft im Bereich Social Commerce auszubauen. Dabei soll nicht zuletzt die Partnerschaft mit dem Start-up helfen. "Wir freuen uns, mit Charles auch in Deutschland einen klugen Patner und weitsichtige Gründer an unserer Seite zu haben. Gemeinsam mit unserer Commerce Practice wollen wir Marken helfen, das Conversational-Commerce-Potenzial zu heben", sagt Christoph Pietsch, Chief Growth Officer der deutschen Publicis-Gruppe. mam
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