Kapitalmarkt

Accenture will Sinner Schrader von der Börse nehmen

Matthias Schrader führt Accenture Interactive in der DACH-Region und Sinner Schrader
© Olaf Ballnus
Matthias Schrader führt Accenture Interactive in der DACH-Region und Sinner Schrader
20 Jahre nach der ersten Notierung tritt die Digitalagentur Sinner Schrader den Rückzug vom Kapitalmarkt an. Die Muttergesellschaft Accenture will das von CEO Matthias Schrader geführte Unternehmen komplett schlucken und von der Börse nehmen. Dazu wurde den Aktionären jetzt ein sogenanntes Delisting-Erwerbsangebot unterbreitet.
Aktuell gehören Accenture rund 69 Prozent der Anteile (Stand: 25. Juni 2019). 5 Prozent sind im Besitz von Hansa-Invest, die restlichen 26 Prozent befinden sind in Streubesitz. Accenture bietet den anderen Aktionären 12,80 Euro pro Anteilsschein. Das entspricht in etwa dem aktuellen Kurs. Die Annahmefrist für das Angebot läuft bis zum 25. Juli. Die Agentur begründet den Schritt damit, dass aufgrund des immer enger mit Accenture verzahnten Geschäfts und des bereits bestehenden Berherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags eine eigene Börsennotierung von Sinner Schrader nicht mehr sinnvoll erscheint.


"Sinner Schrader ist durch den Zusammenschluss mit Accenture in neue Phasen der Entwicklung übergegangen, um global agierenden Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz komplexe und weltweit durchgängige Customer-Experience-Leistungen anbieten zu können. Um diese Herausforderung zu meistern, braucht es keine eigenständige Börsennotierung mehr", sagt Matthias Schrader, CEO von Accenture Interactive in der DACH-Region und gleichzeitig Vorstandsvorsitzender von Sinner Schrader. mam
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