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Werbeholdings legen nach Vorlage von Omnicom-Zahlen zu

Omnicom-CEO John Wren muss kündigt Sparmaßnahmen an
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Omnicom-CEO John Wren muss kündigt Sparmaßnahmen an
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Die zuletzt ziemlich gebeutelten Aktien der großen Werbeholdings haben sich nach der Vorlage der Zahlen von Omnicom für das 3. Quartal am Dienstag etwas erholt. Die Papiere von Omnicom selbst legten um mehr als 6 Prozent zu, Publicis verzeichnet Zuwächse von über 3 Prozent, bei WPP, Interpublic und Havas beträgt das Plus immerhin noch mehr als 2 Prozent.
Die Omnicom-Gruppe, zu der Werbeagenturen wie BBDO, DDB und TBWA sowie die Mediaagenturen OMD und PHD gehören, hat den Umsatz im 3. Quartal um 2,9 Prozent auf 3,73 Milliarden US-Dollar steigern können (organisches Wachstum). Der Nettogewinn kletterte sogar um mehr als 13 Prozent auf 299 Millionen Dollar. Bei den einzelnen Disziplinen legt die Sparte "CRM Consumer Experience" mit einem Wachstum von 5,5 Prozent am meisten zu, gefolgt von den Sparten "Advertising" (4 Prozent), "Healthcare" (2,9 Prozent) und Public Relations (2,3 Prozent). Auf regionaler Ebene verzeichnet der Euro-Raum (inkl. "Other Europe") ein Plus von fast 7 Prozent, in den USA liegt das Wachstum bei 0,6 Prozent.


Für die ersten neun Monate ergibt sich ein organisches Wachstum von 2,5 Prozent auf 11,2 Miliarden Dollar. Der Nettogewinn für diesen Zeitraum erhöhte sich um mehr als 11 Prozent auf 927 Millionen Dollar. Wachstumsstärkste Disziplinen im Neun-Monats-Zeitraum sind "CRM Consumer Experience" (plus 6,5 Prozent), "Healthcare" (plus 3,5 Prozent) und "Advertising" (plus 2,4 Prozent). Bei den Regionen haben sich der Raum Asien-Pazifik mit einem Wachstum von 9,9 Prozent und das Geschäft in Europa (plus 9,3 Prozent) am besten entwickelt.

Omnicom geht wie alle Wettbewerber durch eine schwierige Transformationsphase. Die großen Werbekunden kürzen die Budgets und bauen zunehmend eigene Inhouse-Kapazitäten für Marketing und Werbung auf. Hinzu kommt die wachsende Konkurrenz im digitalen Marketing durch die internationalen IT-Beratungen auf der einen sowie Google, Facebook und Co auf der anderen Seite. Laut Presseberichten hat Omnicom-Chef John Wren bei der Vorlage der Quartalszahlen erklärt, dass man sich weltweit von rund 7000 Mitarbeitern getrennt habe, unter anderem durch Verkäufe von Unternehmensteilen (zum Beispiel Sellbytel). Zudem wurden weitere Sparmaßnahmen angekündigt, unter anderem durch Immobilienkonsolidierungen.


Die US-Holding konnte zuletzt mit dem Gewinn des weltweiten Kreativetats von Ford durch ihre Tochter BBDO Worldwide punkten. Die Zusammenarbeit wird bereits zum 1. November wirksam. Das Nachsehen hatte unter anderem der bisherige Etathalter WPP, der allerdings in anderen Bereichen weiter an Bord bleibt. mam
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