Kampagne für Darmkrebsvorsorge

Die puristisch-geniale Anzeige von Serviceplan für die Felix Burda Stiftung

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Die Anzeige wirkt nicht auf den ersten Blick - auf den zweiten umso mehr
© Felix Burda Stiftung
Die Anzeige wirkt nicht auf den ersten Blick - auf den zweiten umso mehr
Mit einem puristischen Werbemotiv will die Felix Burda Stiftung Menschen zur Darmkrebsvorsorge bewegen: Die in den Burda-Titeln Bunte und Focus erschienene Anzeige besteht im Prinzip nur aus zwei Worten - erst in Verbindung mit dem Kleingedruckten entfaltet die Anzeige ihre volle, erschreckende Wucht.
"Nächste Woche" ist auf dem Motiv zu lesen, insgesamt 52 Mal. Dahinter jedes Mal ein Punkt, der in jeder Zeile ein Stück größer wird. Dass der Punkt hinter den beiden Worten immer ein Stückchen wächst, ist allerdings kaum zu sehen. Die Botschaft: Wer langsames, aber stetiges Wachstum schon auf einem Anzeigenmotiv kaum wahrnimmt, wie soll man dann erst einen langsam im Körper wachsenden Tumor bemerken?

Da hilft nur eines: Regelmäßige Vorsorge - bevor es zu spät ist. Der kleingedruckte Text auf der Anzeige lautet daher: "In nur einem Jahr kann ein Polyp im Darm wachsen und sich zu Darmkrebs entwickeln. Und zwar genauso unbemerkt, wie der Punkt hinter jeder einzelnen Woche oben. Mach' einen Termin zur Vorsorge. Am besten noch diese Woche." Darunter stehen der Link zur Felix Burda Stiftung und der Hashtag #neujahrsvorsaetze.
Die Anzeige wirkt nicht auf den ersten Blick - auf den zweiten umso mehr
© Felix Burda Stiftung
Die Anzeige wirkt nicht auf den ersten Blick - auf den zweiten umso mehr


Die Kampagne kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt: Aufgrund der Corona-Pandemie werden vielerorts wieder Operationen verschoben, darunter auch Krebsbehandlungen. Zudem trauen sich viele Menschen aus Angst vor Infektion nicht zum Arzt. Dabei ist die Bedrohung trotz Corona da - und sie ist groß: Laut Felix Burda Stiftung ist Darmkrebs bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebsart. Jährlich erkranken in Deutschland circa 60.400 Menschen neu daran, etwa 24.300 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen der Erkrankung.

Für die Kreation zeichnen Serviceplan Health & Life und Serviceplan Campaign verantwortlich. Beteiligt waren Katharina Neumann (Text), Moritz Dornig (Creative Director) und Rebecca Labiner (Senior Art Director). Bei der Felix Burda Stiftung ist Carsten Frederik Buchert (Director Marketing & Communications) zuständig. ire
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