Jung von Matt/Saga

Wieso die BVG jetzt zum Weltkulturerbe werden wollen

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Die BVG will zum Weltkulturerbe werden - und feiert sich und Berlin mit einem bunten Kinospot
© BVG
Die BVG will zum Weltkulturerbe werden - und feiert sich und Berlin mit einem bunten Kinospot
Der Ticket-Sneaker zusammen mit Adidas, der Viralhit "Is mir egal" oder die BVG-Arie als Neuinterpretation von Mozarts Zauberflöte: Zusammen mit Agenturpartner Jung von Matt haben die Berliner Verkehrsbetriebe BVG in den vergangenen Jahren für viele Glanzlichter gesorgt und das Nahverkehrsunternehmen als eine der kreativsten Marken des Landes etabliert. Diesen Anspruch will das Duo auch mit seiner neuesten Kampagne untermauern - und hat nicht weniger vor, als die BVG zum Weltkulturerbe zu machen. Kein Scherz!
Herzstück der Kampagne ist ein zweiminütiger Online- und Kinofilm, in dem Jung von Matt/Saga und die BVG die Schnelllebigkeit der Hauptstadt in bunten Farben, vielfältigen Vignetten und vor allem mit ganz unterschiedlichen Protagonisten einfangen. Die Botschaft: In kaum einer Stadt ist der stete Wandel so spürbar wie in Berlin. Ständig gibt es neue Trends, neue Start-ups und alles ist immer verdammt hip und angesagt - bis es von einem neuen Hype abgelöst wird. Und bei so viel Dynamik braucht es einen Ort, eine feste und unerschütterliche Konstante, die den Berlinern Halt gibt: die BVG, die sich mit Busfahrern und ihrer Berliner Schnauze sowie den zeitlosen und unverkennbaren Sitzmustern treu bleibt und ein echtes Kulturgut Berlins ist.


"Das, was zunächst wie ein (schlechter) Witz klingt, meinen wir absolut ernst: Wir bewerben uns als Weltkulturerbe", betont Martell Beck, Bereichsleiter Marketing und Vertrieb der BVG. "Dass wir dabei aber weiterhin auf Humor setzen, ist klar: Wir wollen augenzwinkernd darauf aufmerksam machen, dass die BVG eben kein normales Verkehrsunternehmen ist. Sie kann Weltkulturerbe werden – schließlich ist in Berlin alles möglich."
„Es gibt Ideen, die sind so verrückt, dass sie dich sofort fesseln und nicht mehr loslassen. Die BVG zum Weltkulturerbe zu machen, ist genau eine solche Idee.“
Dörte Spengler-Ahrens
Dörte Spengler-Ahrens, Kreativ-Geschäftsführerin bei Jung von Matt/Saga, ergänzt: "Es gibt Ideen, die sind so verrückt, dass sie dich sofort fesseln und nicht mehr loslassen. Die BVG zum Weltkulturerbe zu machen, ist genau eine solche Idee. Zum Glück ist die BVG nicht nur verrückt, sondern vor allem mutig genug, diese Idee umzusetzen. Aber wie wir in der Kommunikation immer wieder sehen: Mut wird belohnt. Und dann heißt es bald vielleicht wirklich: Taj Mahal, Machu Picchu, BVG!"

Neben dem Hauptfilm macht die BVG mit (D)OOH-Motiven, Maßnahmen in den Nahverkehrsmitteln, Audiospots sowie diversen Online-Formaten wie Swipe-ups oder Video-Ads in den sozialen Medien auf die Weltkulturerbe-Mission aufmerksam. Konkret werden alle Berliner dazu aufgerufen, das Vorhaben zu unterstützen. Auf der Kampagnen-Webseite haben die Berliner nicht ganz ausgewogen die Wahl zwischen "Ja" und "Ja". Und mehr noch: Die Ticketautomaten werden im Kampagnenzeitraum zu Wahl-Urnen. Zudem könenn im Online-Shop limitierte Merchandise-Artikel gekauft und so ein (Fashion-)Statement gesetzt werden. Schließlich können Nutzer auf Instagram mit einer eigenen BVG-Lense und unter den Hashtags #weilwirdichlieben und #WeltkulturerbeBVG ihre Bekenner-Stories teilen. Ob die Bewerbung der BVG zum Weltkulturerbe wirklich erfolgsversprechend ist, darf zwar bezweifelt werden. Dennoch wird das Unternehmen mit der großspurigen Werbeaktion einmal mehr überregional für Aufmerksamkeit sorgen - und seine Sympathiewerte weiter steigern.


Bei Jung von Matt/Saga zeichnen Marielle Wilsdorf (Creative Director), Julian Aue (Creative Director), Alper Yazar (Creative Director Digital), Austin Campbell (Senior Copywriter), Tim Bozek (Senior Copywriter), Jana Ruhser (Copywriter), Jakob Cassebaum (Art Director), Robin Seufert (Art Director Digital), Stephan Giest (Managing Director Beratung), Annette Krebs (Client Service Director), Carla Vieser (Project Management), Lena Kathöfer (Project Management), Georgia Mavridou (Project Management) und Dennis Wendt (Agency Producer) verantwortlich. Produziert wurde der Spot von Tony Petersen Film unter der Regie von Bastian Glässner. Die Musik kommt von Not A Machine, für die PR-Maßnahmen ist Heuser Kommunikation zuständig. tt
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