Jung von Matt für Netto

70 Sekunden purer Baby-Hass auf Gemüse

Die Netto-Babies rocken was das zeug hält
© Netto
Die Netto-Babies rocken was das zeug hält
Es ist allgemein bekannt: Viele Kleinkinder hassen Gemüse. Statt Erbsen, Brokkoli und Co. brav in sich hineinzustopfen, wird aus dem Mittagessen schnell eine Essensschlacht. Im neuen Onlinespot von Netto werden sich deshalb viele Eltern wiederfinden. Der 70-Sekünder von Jung von Matt vereinigt dabei so viele Absurditäten, dass zahlreiche Social-Media-Shares garantiert sein sollten.
In dem Clip rockt eine Baby-Band auf die Melodie des Kiss-Klassikers "I was made for loving you" was das Zeug hält. Doch statt um Liebe geht es um Hass, den Hass auf Gemüse. 
Mit dem Video will Netto seine Produktvielfalt bei regionalem Obst und Gemüse bewerben. Aus dem gleichen Grund hatte die Edeka-Tochter zu Beginn der Woche bereits eine TV-Kampagne gestartet. "Wir verkaufen eine abwechslungsreiche Auswahl an frischem und regionalem Obst und Gemüse. Unseren neuen Onlineclip widmen wir genau den Menschen, die sich täglich am Familientisch für gesunde Ernährung einsetzen: den Eltern", sagt Stefanie Adler aus der Netto-Unternehmenskommunikation.


Allein, die eigentliche Botschaft will nicht so richtig verfangen: Der Sprung von den über Gemüse schimpfenden Knirpsen hin zur Qualität von regionalen Produkten ist ein inhaltlicher Bruch, der im Film ganz ohne Überleitung auskommen muss. Und wer sich das Video nicht bis zum Ende ansieht, könnte meinen, Netto gibt hier ein Anti-Gemüse-Statement ab.

Insofern ist auch fraglich, ob der Spot an andere Viral-Erfolge wie das Katzenvideo aus dem Jahr 2016 anknüpfen kann, das sich zu einem der meistgeteilten Videos des Jahres mausern konnte.


Zusätzlich zu dem Online-Video setzt Netto die Regionalkampagne auch in Publikumszeitschriften, Handzetteln und über diverse PoS-Maßnahmen in seinen bundesweit über 4.200 Filialen um. In den sozialen Netzwerken läuft die Kampagne unter dem Hashtag #nettobabys. ire
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