Jahresbilanz

Syzygy verliert deutlich Umsatz - vor allem im Ausland

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Der Syzygy-Vorstand: Erwin Greiner, Franziska von Lewinski und Frank Ladner (v.l.)
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Der Syzygy-Vorstand: Erwin Greiner, Franziska von Lewinski und Frank Ladner (v.l.)
Die börsennotierte Digitalagenturgruppe Syzygy hat ihre vorläufigen Geschäftszahlen für das Coronajahr 2020 vorgelegt. Die WPP-Tochter erzielt Umsatzerlöse in Höhe von 55,2 Millionen Euro. Das entspricht einem Minus von 14 Prozent gegenüber 2019. Besonders stark - nämich fast 30 Prozent - hat die Gruppe im Ausland verloren. Die Umsätze in Deutschland gehen um 9 Prozent zurück. Hier erwirtschaftet die Gruppe mit 45,2 Millionen Euro den Löwenanteil ihrer Umsätze.
Das Umsatzminus bewegt sich im Rahmen der Erwartungen. Syzygy hatte einen Rückgang zwischen 10 und 20 Prozent prognostiziert. Bei der Profitablität liegt man sogar leicht über der Vorhersage. Hier war ein Wert im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet worden, herausgekommen ist am Ende eine Ebit-Marge von 7 Prozent. Dazu hat vor allen eine Erholung des Geschäfts im 3. und 4. Quartal beigetragen, teilt das Unternehmen mit. Im deutschen Markt wurde eine Ebit-Marge von 15 Prozent erzielt. Den Aktionären soll eine Dividende von 0,15 Euro pro Anteilsschein ausgezahlt werden.


"Meine Vorstandskollegen Erwin Greiner und Frank Ladner haben die Syzygy-Gruppe gut und sicher durch das von der Corona-Pandemie geprägte, herausfordernde Geschäftsjahr geführt. Das 4. Quartal konnte daher sogar über Plan abgeschlossen werden. So gehen wir mit einer soliden Grundlage in das Jahr 2021", sagt CEO Franziska von Lewinski, die seit Anfang des Jahres an der Spitze der Agenturgruppe steht.

Für 2021 rechnet sie mit einem Umsatzwachstum von 10 Prozent und einer Ebit-Marge im hohen einstelligen Bereich. Damit wären die Umsatzverluste aus 2020 allerdings noch nicht vollständig ausgeglichen. Impulse erhofft sich von Lewinski dabei vor allem von der weiter voranschreitenden Digitalisierung von Marketing und Vertrieb bei den Auftraggebern. Die Zahlen zeigen allerdings, dass auch Digitaldienstleister nicht per se von dieser Tendenz profitieren beziehungsweise auch sie in Krisensituationen nicht vor Einschnitten gefeit sind.


Syzygy beschäftigt aktuell insgesamt rund 600 Mitarbeiter. Neben dem Stammsitz in Bad Homburg gibt es in Deutschland Niederlassungen in Berlin, Frankfurt, Hamburg und München. Hinzu kommen die Auslandsbüros in New York, London und Warschau. Zu den Kunden zählen Unternehmen wie Avis, BMW, Commerzbank, Techniker Krankenkasse und Volkswagen. mam
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