Jahresbilanz 2019

Publicis verliert in Deutschland 10 Prozent Umsatz

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Weiterhin schwierige Zeiten für Publicis-Chef Arthur Sadoun
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Weiterhin schwierige Zeiten für Publicis-Chef Arthur Sadoun
Die Jahresbilanz der französischen Werbeholding Publicis fällt nicht sonderlich gut aus. Zwar meldet das Unternehmen für 2019 ein Plus von mehr als 9 Prozent auf einen Netto-Umsatz von 9,8 Milliarden Euro. Bereinigt um den Zukauf des Data-Dienstleisters Epsilon ergibt sich allerdings ein Umsatzrückgang von 2,3 Prozent. Im deutschen Markt fällt das Minus besonders heftig aus: Hier geht der Umsatz um 10 Prozent zurück.
Wie Publicis mitteilt, liegt das vor allem am Verlust von Mediaetats, die im vorigen Jahr in Deutschland wirksam wurden. Dazu zählt unter anderem das Budget von Autobauer Daimler, der von Publicis zu Omnicom gewechselt war. Aber auch das Geschäft in anderen europäischen Märktenn lief nicht sonderlich gut. Für die Region steht ein Umsatzminus von 2 Prozent in der Bilanz. Noch schlechter sieht es in Nordamerika aus. Hier beläuft sich der Umsatzrückgang auf 3,5 Prozent. Lediglich in den Regionen Asia Pacific und in Middle East & Africa konnte Publicis zulegen. Die operative Marge der Holding liegt bei 17,3 Prozent.

Für 2020 formuliert Konzernchef Arthur Sadoun keine konkreten Umsatz- und Margenziele. Allerdings kündigt er an, dass man auch im Kerngeschäft wieder Wachstum erzielen möchte. Große Hoffnungen ruhen zudem auf der Digitalsparte Publicis Sapient und der weiteren Integration von Epsilon. Publicis hatte den US-Data-Spezialisten im vorigen Jahr für fast 4 Milliarden US-Dollar übernommen. Das war der teuerste Zukauf der Unternehmensgeschichte.

In Deutschland hat sich die Publicis-Gruppe Ende vorigen Jahres unter Führung von CEO Frank-Peter Lortz neu aufgestellt. Media und Kreation agieren künftig unter einem Dach. Das Werbegeschäft wird bei der Marke Saatchi & Saatchi gebündelt. Die Agentur Leo Burnett spielt auf nationaler Ebene keine Rolle mehr. Publicis Pixelpark firmiert unter dem neuen Namen Digitas Pixelpark und soll sich stärker als bisher als Digitalagentur positionieren. mam
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