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Der weltweite Kreativchef Jeremy Craigen verlässt die Hyundai-Agentur

Der globale CCO Jeremy Craigen verlässt das koreanische Netzwerk nach vier Jahren
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Der globale CCO Jeremy Craigen verlässt das koreanische Netzwerk nach vier Jahren
Als Jeremy Craigen nach vielen Jahren in leitenden Positionen bei DDB Worldwide aufhörte, um kurz danach ausgerechnet als Global Chief Creative Director bei Innocean anzuheuern, fragten sich viele, wie lange das wohl gut gehen würde. Der kulturelle Unterschied zwischen der in Sachen Awards verwöhnten Networkagentur zu den kreativ kaum nennenswerten Koreanern erschien vielen doch zu gewaltig. Immerhin: Die Liaison hielt vier Jahre. Jetzt ist allerdings Schluss.

Der weltweite Chief Creative Officer der Hyundai-Agentur hört auf. Die offizielle Begründung: Er verlässt die Agentur aufgrund einer strategische Umstrukturierung der Bereiche Marketing, Sales und Werbung mit einem stärkeren regionalen Fokus. Das klingt ganz danach als würde sich Innocean den Posten des globalen Kreativchefs künftig sparen und stattdessen stärker auf das Management in den einzelnen Märkten setzen. Was das für Europa beziehungsweise Deutschland bedeutet, ist nicht bekannt, da der europäische Chief Operating Officer Andreas Cordt noch nicht für eine Stellungnahme erreichbar war.



Fakt ist: Craigen hatte einen maßgeblichen Anteil am Aufbau des European Creative Hub in Berlin. Er war es auch, der die ehemaligen DDB-Kreativen Gabriel Mattar und Ricardo Wolff dort als European Chief Creativer Officer beziehungsweise Executive Creative Director installiert hat. Als Konsequenz daraus konnte Innocean punktuell bereits erste Erfolge bei Kreativwettbewerben feiern. Craigen sagt: "Ich bin traurig, dass ich Innocean verlassen werde. Die letzten vier Jahre habe ich wirklich genossen. Mir ist es gelungen, Innocean weltweit auf die kreative Landkarte zu setzen und unglaubliche Talente ins Netzwerk zu holen. Ich weiß, dass ich Innocean in einem besseren Zustand verlasse als bei meiner Ankunft. Ich habe hier den Grundstein für ein echtes Kreativnetzwerk gelegt. Das Beste wird noch kommen. Und dafür wünsche ich meinen ehemaligen Kollegen alles Gute."

Vonseiten Innocean gibt es die obligatorischen guten Wünsche für die Zukunft und eine Versicherung, dass Craigen in seiner Zeit bei der Agentur Außergewöhnliches geleistet habe. Wohin es ihn jetzt zieht, ist nicht bekannt. Allerdings ist Craigen allein schon durch seine Jurytätigkeiten bei allen namhaften Award Shows rund um den Globus bestens vernetzt. Zudem wird er sicherlich auch die bevorstehenden Cannes Lions nutzen, um seine berufliche Zukunft zu planen, falls nicht ohnehin längst feststeht, was er künftig machen wird. Bei DDB war Craigen bis zu seinem Ausstieg Anfang 2015 insgesamt 25 Jahre lang beschäftigt, zuletzt als weltweiter Kreativchef für den Kunden Volkswagen. bu


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