"Ich habe gehört"

Wie man reagiert, wenn Frauen geschlagen werden

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Zonta macht mit einem Radiospot auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam
© Screenshot Youtube
Zonta macht mit einem Radiospot auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam
Wie hört es sich an, wenn in der Nachbarwohnung eine Frau Opfer einer Gewalttat wird? Und wie sollte man darauf reagieren? Antworten auf diese Fragen gibt aktuell ein Radiospot des internationalen Frauenvereins Zonta. Unterstützt wurde die Kampagne von der Kreativagentur Grabarz & Partner und dem Produktionsstudio Studio Funk. 
Man hört dumpfes Gebrüll, Schreie, Gepolter - und im schlimmsten Fall irgendwann gar nichts mehr. Wie es sich anhört, wenn ein Mann seine Frau schlägt und misshandelt, das macht aktuell ein bedrückender Radiospot des internationalen Frauenclubs Zonta deutlich. 


Dabei ist die Gewalttat in der Nachbarwohnung nur gedämpft zu hören. Damit will Zonta potenzielle Zeugen von Gewalt gegen Frauen sensibilisieren: Wie reagiert man, wenn man Zeuge einer Gewalttat wird? Hinhören statt weghören, lautet die Botschaft des Spots - und im Fall des Falles den Notruf wählen, um das Schlimmste zu verhindern. Denn immer noch stirbt in Deutschland an jedem dritten Tag eine Frau durch eine Gewalttat in der Familie oder der Partnerschaft. Auf diese erschreckende Tatsache machen in dieser Woche anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen wieder zahlreiche Aktionen aufmerksam.

Der Audiospot "Ich habe gehört" von Zonta wurde unterstützt von der Hamburger Kreativagentur Grabarz & Partner und dem Produktionsstudio Studio Funk. Der Frauenclub stellt den Spot allen öffentlich-rechtlichen und privaten Radiosendern während des Aktionszeitraums vom 25. November bis zum 10. Dezember zur Ausstrahlung zur Verfügung. Die UN-Kampagne steht unter dem Motto "Orange the World". Zum Start am Montag wurden zahlreiche bekannte Gebäude orangefarben angestrahlt, darunter die Allianz Arena und die BMW Welt in München, die Große Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen, der Landtag in Düsseldorf, die Kunsthofpassage in Dresden, das Atlantic Kempinski in Hamburg und die Paulskirche und die Alte Oper in Frankfurt am Main. dh
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