"Ich bin ein Arschf***er"

So provokant feiern die Hirschen das erste schwule Rugbyteam Deutschlands

Können Arschf***er erfolgreiche Rugbyspieler sein? Diese rhetorische Frage stellen Zum goldenen Hirschen und die Berlin Bruiser in der gemeinsamen Kampagne
© Zum goldenen Hirschen
Können Arschf***er erfolgreiche Rugbyspieler sein? Diese rhetorische Frage stellen Zum goldenen Hirschen und die Berlin Bruiser in der gemeinsamen Kampagne
In diesen Wochen finden in Berlin die "Pride Weeks" statt, bei der Millionen Menschen auf die Straßen gehen, um die LGBTQ-Community zu feiern und ein Zeichen gegen Homophobie und für Toleranz zu setzen. Die Aufmerksamkeit rund um die "Pride Weeks" will auch das erste schwule Rugbyteam Deutschlands, die Berlin Bruisers, für sich nutzen - und feiert sich in einer von Zum goldenen Hirschen entwickelten Guerilla- und Social-Media-Kampagne auf ungewöhnliche Weise selbst.
Eine "Face-to-Face-Offensive" soll die Kampagne sein, die in dieser Woche mit Guerilla-Maßnahmen und Motiven in den sozialen Netzwerken startet. Dabei sind die Spieler der Berlin Bruisers in Close-up-Aufnahmen zu sehen und vor ihren Gesichtern prangt jeweils eine eindringliche Headline. Die mit Sicherheit provokanteste: "Ich bin ein Arschf***er". Außerdem kommen die Headlines "Ich bin ein Cock Lover", "Ich bin ein Gender Bender", "Ich bin ein fucking Serb" und "Ich bin ein Dirty Bastard" zum Einsatz. Allerdings sind die verschiedenen Motive alle so gelayoutet, dass man gleichzeitig immer auch "Ich bin ein Berlin Bruiser" lesen kann. So will das Team gemeinsam mit Zum goldenen Hirschen verdeutlichen, dass die sexuelle Orientierung keine Rolle bei der Frage spielt, ob jemand ein erfolgreicher Rugbyspieler ist.

Berlin Bruisers: Die Motive von Zum goldenen Hirschen


Ziel der Werbeoffensive ist es laut den Berlin Bruisers einerseits, die Sichtbarkeit der LGBTQI*-Community zu steigern, Diversity abzubilden und immer noch gängige Vorurteile zu entkräften. Andererseits will das Team weiter wachsen und sucht mit der Kampagne auch neue Spieler, die dieselben Überzeugungen haben. Dazu sind die Berlin Bruisers während der Pride Weeks mit einem eigenen Stand auf dem Motzstraßenfest (21./22.Juli), um neue Mitglieder für ihr Team zu rekrutieren. Genügend Aufmerksamkeit wird dem Stand dank der Kampagnenmotive von Zum goldenen Hirschen gewiss sein.


"Während sich in anderen Sportarten homosexuelle Spielerinnen und Spieler in der Kabine verstecken müssen, positioniert sich das Team der Berlin Bruisers unter dem Motto 'Fight for being you' ganz klar gegen Vorurteile, Ausgrenzung, Stereotypen und Homophobie", so Adam Wide, Mitbegründer des seit 2012 bestehenden Teams. Felix Franz Vogler, Geschäftsführer von Zum goldenen Hirschen Berlin, ergänzt aus Agentursicht: "Selbstverständlich unterstützen wir die Berlin Bruisers bei ihrer Mission. Denn seien wir doch mal ehrlich: Diversity ist auch in unserer Branche ein Thema, bei dem wir alle noch dazulernen müssen!"

Neben Geschäftsführer Vogler zeichnen bei Zum goldenen Hirschen Franziska Stoltze (Strategie), Maurice Moukom (PR Beratung), Dominik Lang (Art Direktor), Cindy Singer (Kreativdirektorin Text), Mark Heisterkamp (Text), David Wischerhoff, Mark Esper (Photographer) und Marcel Fleiner (Film) verantwortlich. tt
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