"Hypebahn, Hypebahn"

Die irre Trash- und Meme-Parade der Hamburger Hochbahn

Die Hochbahn liefert in einem Bild gleich zwei Anspielungen auf bekannte Werbe-Klassiker
© Hochbahn
Die Hochbahn liefert in einem Bild gleich zwei Anspielungen auf bekannte Werbe-Klassiker
Was braucht man heute für einen erfolgreichen Werbespot? Genau, am besten Katzenbabys, Alpakas, Techno-Beats und Influencer. Das zumindest ist das Rezept des allerersten Imagespots, mit dem die Hamburger Hochbahn für sich selbst wirbt. Die irre Trash- und Meme-Parade besteht aus einer Aneinanderreihung von Internet-Hypes der vergangenen Jahre und Anspielungen an bekannte Werbe-Klassiker. Vorsicht: Ohrwurm- und Schwindel-Gefahr!
In dem wilden Film "Werbung nach Plan" entert die legendäre Elektroband Scooter die Hamburger Hochbahn und benennt sie - angelehnt an den Megahit "Hyper Hyper" von 1994 - mal eben in "Hypebahn" um. Weil Scooter allein aber für einen fetzigen Werbefilm freilich nicht reicht, lässt die Hochbahn zudem Kätzchen, ein Alpaka, den Rapper Das Bo ("Bus, Bus, wir brauchen Bus") sowie Influencerin Sofia Tsakiridou auftreten. Die Botschaft: Egal, welche Verrücktheiten einem in der Bahn auch passieren: Die Hochbahn hat alles im Griff.


Der zweiminütige Spot von Publicis Pixelpark ist eine chaotische Collage aus Internet-Hypes. So tauchen neben den legendären BVG-Sneakern von Adidas auch ein Fidget Spinner und ein Junge auf, der den sogenannten "Floss Dance" aufführt. "Es ging darum, etwas zu kreieren, das Ältere und vor allem auch Jüngere mit voller Absicht irritiert und dabei trotzdem klar macht: Bei uns läuft alles nach Plan, natürlich auch die Werbung", erklärt Christina Becker, Marketing-Chefin der Hochbahn.

Auch Referenzen zu bekannten Werbe-Klassikern sind im "Hypebahn"-Film zu sehen. So mutiert Scooter-Frontmann H.P. Baxxter am Ende des Spots kurzerhand zu Jean-Claude Van Damme und zeigt seine Variante des "Epic Split". Influencerin Sofia Tsakiridou hingegen spricht den legendären letzten Satz des Old-Spice-Commercials "The Man Your Man Could Smell Like" mit Testimonial und Ex-Footballstar Isaiah Mustafa: "I'm on a horse".


Meme-Feuerwerke dieser Art sind allerdings nichts Neues. Bereits 2016 legte das öffentlich-rechtliche Jugendangebot Funk zum Start einen Kampagnenfilm vor, der als wildes Viral-Festival daherkam. Der von Dojo konzipierte Spot zelebriert in eineinhalb Minuten das "Ende des Internets" - indem er in kürzester Zeit so viele Memes wie möglich abfeiert. Darunter Klassiker wie Grumpy Cat, der Hintern von Kim Kardashian, "The Dress", Kult-Maler Bob Ross, "Harlem Shake", die "Ice Bucket Challenge" und viele andere. ron
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