Heimat

Die drei Gründer kündigen endgültigen Ausstieg an

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Guido Heffels, Andreas Mengele und Matthias von Bechtolsheim (v.l.) hören auch als Geschäftsführer auf
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Guido Heffels, Andreas Mengele und Matthias von Bechtolsheim (v.l.) hören auch als Geschäftsführer auf
Etwas mehr als ein Jahr nachdem die Heimat-Gründer Matthias von Bechtolsheim, Andreas Mengele und Guido Heffels ihren Rückzug aus dem operativen Management verkündet haben, kommt jetzt der nächste Schritt: Die drei kündigen ihren endgültigen Ausstieg an. Von Bechtolsheim geht bereits Ende Juni von Bord, Mengele und Heffels bleiben noch bis Ende März 2021 dabei.
In der Pressemitteilung wird betont, dass sich die drei auf eigenen Wunsch als Geschäftsführer der Agentur zurückziehen. Ob der Rückzug auch für ihre Rolle als Mitgesellschafter gilt, war bislang nicht in Erfahrung zu bringen. Die drei Gründer sind nach dem Verkauf ihrer Agentur an das TBWA-Netzwerk im Jahr 2014 auch an der deutschen Niederlassung der Omnicom-Tochter beteiligt. Die Earn-out-Phase wurde schon vor längerer Zeit abgeschlossen.


Die operative Führung von Heimat liegt bei CEO Maik Richter und Kreativchef Matthias Storath. Zuletzt wurden noch Strategiechefin Kyra von Mutius und COO Tim Holtkötter in die Geschäftsführung der Agentur berufen. Mit dem jetzt angekündigten vollständigen Rückzug von Bechtolsheims, Mengeles und Heffels' soll der Generationswechsel im Management komplett vollzogen werden. "Wir sind Guido, Matthias und Andreas dankbar, dass sie eins der kreativsten Unternehmen der Welt geschaffen und ihren Gründergeist in das TBWA-Collective eingebracht haben", sagt Network-CEO Troy Ruhanen.

Ob der Abschied aller drei wirklich endgültig sein wird, muss man abwarten. Mengele und Heffels bleiben ohnehin bis Ende März kommenden Jahres dabei. Mindestens bis zu diesem Zeitpunkt werden sie ausgewählte Kunden wie Hornbach (Heffels) und FDP (Mengele) weiter betreuen. Bei beiden gilt aber als möglich, dass sie für diese Kunden über den definierten Zeitraum hinaus wichtige Ansprechpartner bleiben. So ist kaum vorstellbar, dass FDP-Chef Lindner in die für Herbst 2021 geplante Bundestagswahl ohne die Unterstützung seines Vertrauten Mengele gehen wird. Auch bei Heffels ist gut denkbar, dass er sich in neuer Rolle weiter um die Hornbach-Werbung kümmern wird.


Von Bechtolsheim, der zuletzt an keinen großen Heimat-Kunden mehr gebunden war, scheidet schon eher aus. Er verlässt die Agentur bereits Ende Juni und will sich künftig primär den Beteiligungen von "Laughing Tuna" und weiteren privaten Start-up-Investments widmen. Laughing Tuna heißt die Beteiligungsgesellschaft von ihm, Mengele und Heffels, über die sie in Firmen wie Share (sozialer Konsum), Sanity Group (Cannabis) und Tomorrow (nachhaltiges Banking) investiert haben. mam

Update: In einer ersten Version dieser Meldung hieß es, dass Guido Heffels und Andreas Mengele bis Ende kommenden Jahres dabei bleiben. Richtig ist bis Ende März kommenden Jahres. Wir haben das entsprechend korrigiert.
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