H-O-T - Histories of Tomorrow

Warum ADC-Mitglied Raban Ruddigkeit das Internet als Printmagazin herausbringt

Die Designchefin von Heimat und Künstlerin Esra Gülden hat das Cover der ersten H-O-T-Ausgabe gestaltet
© H-O-T - Histories of Tomorrow
Die Designchefin von Heimat und Künstlerin Esra Gülden hat das Cover der ersten H-O-T-Ausgabe gestaltet
Internet-Inhalte in gedruckter Form: Mit dieser Idee versuchten sich vor einigen Jahren bereits die Macher von Archiv/e. Das Kultur- und Lifestyle-Magazin von Lina Göttsch und Anselm Schwindack wollte seinerzeit Blog-Inhalten die Chance geben, zum gedruckten Sammlerstück zu werden. Nach nur zwei Ausgaben war allerdings schon wieder Schluss. Jetzt gibt es einen ähnlichen Versuch, initiiert von anderen Absendern.

Die beiden renommierten Gestalter Raban Ruddigkeit und Lars Harmsen stecken hinter dem Magazin "H-O-T Histories Of Tomorrow", wobei die Initialen gleichzeitig für die Attribute heterogen, offen und transmedial stehen. Auch hier stammen die Inhalte des gedruckten Heftes ausschließlich aus dem Internet - bis auf das Cover. Das wurde von Heimat-Designchefin Esra Gülmen gestaltet. Anders als bei Archiv/e sind die Macher von H-O-T nicht nur in Blogs fündig geworden, sondern geben ganz unterschiedliche Quellen für das von ihnen kuratierte Heft an. Die Bandbreite reicht von Websites und Blogs über Social Media wie Facebook und Instagram bis hin zu Podcasts.

Die Designchefin von Heimat und Künstlerin Esra Gülden hat das Cover der ersten H-O-T-Ausgabe gestaltet
© H-O-T - Histories of Tomorrow
Die Designchefin von Heimat und Künstlerin Esra Gülden hat das Cover der ersten H-O-T-Ausgabe gestaltet
Die erste Ausgabe von H-O-T wird im Oktober zum Preis von 9,80 Euro in einer überschaubaren Erstauflage von 1000 Exemplaren erscheinen. "Das machen Lars und ich immer erstmal so, damit wir ohne Reinreden ein Modell erstellen können", erläutert Ruddigkeit. Vertrieben wird es anfangs über coblisher.com und im später dann über slanted.de und ausgewählte Läden, die nicht nur Zeitschriften anbieten.
Perspektivisch hofft Ruddigkeit darauf, das Magazin zweimal im Jahr publizieren zu können. Dabei geht er bestenfalls von bis zu 25.000 Exemplaren für den deutschsprachigen Raum aus, die zusätzlich via Abo, ausgewählte Buchhändler, Museumsshops, Concept Stores, Festivals und über digitale Vertriebspartner wie Amazon und Audible vertrieben werden können. Die Erstauflage soll vor allem dazu dienen, weitere Investoren von dem Projekt zu überzeugen, dass die beiden Herausgeber aktuell noch in Eigenregie stemmen. bu 




stats