Group M

Wavemaker versucht es mit neuer Positionierung und neuem Design

   Artikel anhören
So sieht das neue Logo von Wavemaker aus
© Wavemaker
So sieht das neue Logo von Wavemaker aus
Zwei Jahre nach dem offiziellen Launch verordnet sich die Mediaagentur Wavemaker aus der Group M von WPP einen Neustart. Künftig tritt das Netzwerk mit einem veränderten Logo und einer neuen Markenbotschaft auf. Im Kern steht dabei der Gedanke "positive Provokation". Was damit gemeint ist, erklärt der seit September 2019 amtierende CEO Toby Jenner.
"Die Wachstumsmodelle der Vergangenheit werden in Zukunft nicht mehr wie gewohnt funktionieren. Etablierte Ansätze und traditionelles Denken stoßen in jedem Sektor an ihre Grenzen. Wachstum erfordert daher mitunter auch unbequeme Veränderungen. Dieser Wandel erfordert Mut von unseren Kunden und von unseren Mitarbeitern. Wavemarker versteht das und gibt mit seinem Namen ein Versprechen ab, der eine provozierende, ja furchtlose Haltung widerspiegelt", sagt der CEO.


Dass die Agentur gerade mal zwei Jahre nach dem offiziellen Markteintritt (Wavemaker ging Anfang 2018 aus der Fusion der beiden Networks MEC und Maxus hervor) eine neue Positionierung vorstellt, deutet darauf hin, dass die bisherige Bilanz nicht sonderlich erfolgreich war. Dafür spricht auch, dass mit Jenner im Herbst vorigen Jahres ein neuer CEO verpflichtet wurde. Er kam von der Schwesteragentur Mediacom und hat inzwischen mehrere Manager ausgetauscht. So gibt es beispielsweise in Europa mit Ruth Stubbs eine neue Regionalverantwortliche.

Auch die Auswertungen der einschlägigen Institute wie Recma und Comvergence zeigen die Probleme bei Wavemaker. Im kürzlich veröffentlichten Qualitätsreport von Recma für den deutschen Markt belegt die Agentur mit 6 Punkten und dem Qualitätsurteil "Good" (dem zweitschlechtesten auf einer vierstufigen Skala) gerade mal Platz 13. Im Vorjahr erreichte man noch 13 Punkte ("High") und Platz 6. Das Neugeschäftsranking für das Jahr 2019 von Comvergence weist für Wavemaker in Deutschland einen Rückgang der betreuten Billings in Höhe von 92 Millionen US-Dollar aus.


DACH-Chef Lucas Brinkmann gibt sich dennoch optimistisch: "In den letzten zwölf Monaten haben wir auch in Deutschland intensiv an der Neuaufstellung von Wavemaker gearbeitet. Das Timing für den globalen Markenrelaunch und ,Positive Provocation' ist für uns also perfekt." Ende vorigen Jahres hatten hierzulande COO Hanno Stecken und Manging Director Jan König die Agentur verlassen. Auf internationaler Ebene konnten zuletzt Etats von Unternehmen wie Huawei, Axa und Pernod-Ricard gewonnen werden. mam
Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats