"FXXXXFXXXXR Helles"

UM-Chef Sven Weisbrich wechselt in die Bier-Branche

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UM-Chef Sven Weisbrich wird Bier-Unternehmer
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UM-Chef Sven Weisbrich wird Bier-Unternehmer
Beim Effie in Frankfurt gab es die Premiere vor Branchenpublikum. Wer sich bei der Gala im Sendesaal des Hessischen Rundfunks am Donnerstag voriger Woche ein Bier bestellte, bekam ein "FXXXXFXXXXR Helles", unschwer decodierbar als Frankfurter Helles – auch wenn es offiziell nicht so heißen darf, weil es nicht in der Mainmetropole gebraut wird.
Der Mann hinter dem Bier ist ein bekanntes Gesicht in der Agentur- und Werbeszene: Sven Weisbrich, noch bis Jahresende als CEO bei der Mediaagentur UM unter Vertrag. Dass er diesen Job aufgeben möchte, um sich als Unternehmer einen lang gehegten Lebenstraum zu verwirklichen, hatte er bereits im Juli angekündigt. Was genau er machen wollte, ließ er damals offen. Nur so viel verriet er: Es gehe um ein Produkt für den Lebensmittelhandel und die Gastronomie. Jetzt ist klar, was das ist: ein neues Bier, das in Frankfurt etabliert werden soll.


Details will Weisbrich auf Anfrage auch jetzt nicht erläutern, schließlich steht er noch in Diensten von UM und möchte den Eindruck vermeiden, gedanklich schon beim künftigen Job zu sein. Ab Januar sieht das anders aus. Dann ist der 41-Jährige raus bei der Mediaagentur und kann sich auch öffentlich zu seinem neuen Projekt und den Plänen für das Frankfurter Bier äußern.

Dieses Bier will Sven Weisbrich groß machen
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Dieses Bier will Sven Weisbrich groß machen
Ein paar Informationen sind allerdings schon bekannt. Die Idee für das Bier hat Weisbrich zusammen mit seinem Freund Simon Horn und dessen Kollegin Raffaela Schöbel entwickelt. Sie kennen sich in der Gastronomie gut aus: Horn ist Betreiber und Koch des Frankfurter Restaurants "Margarete" in unmittelbarer Nähe zu Paulskirche und Römer, Schöbel führt die Geschäfte. Mit ihrem Bier sind sie schon seit einiger Zeit in der Stadt präsent, allerdings nur in der Gastronomie. Eine eigene Location im Stadtteil Ostend, wo das Bier gelagert und einmal in der Woche auch ausgeschenkt wird, gibt es ebenfalls. Aktuell ist jedoch Winterpause.


Noch nicht bekannt ist, wie es auf dem Chefsessel der Interpublic-Tochter UM weitergeht. Neben CEO Weisbrich gehören acht weitere Manager zum hiesigen Führungsteam. Als wahrscheinlich gilt aber, dass eine externe Lösung bevorzugt wird. Die Agentur ist mit insgesamt rund 260 Mitarbeitern an den Standorten Frankfurt (Zentrale), Hamburg, Nürnberg und Düsseldorf vertreten. In dem vor kurzem vom Media-Marktforschungsinstitut Recma veröffentlichten Neugeschäftsranking belegt UM Platz 3 in Deutschland, hinter Spark Foundry und Mediaplus. mam
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