Friday

Warum die Online-Versicherung eine Ode auf den Stau singen lässt

Die Kreation der Friday-Kampagne stammt von der Berliner Produktionsfirma Dog Ear Films
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Die Kreation der Friday-Kampagne stammt von der Berliner Produktionsfirma Dog Ear Films
Nach einem eher nüchternen TV-Debüt im vergangenen Jahr geht der digitale Autoversicherer Friday jetzt ganz neue Wege in Sachen Bewegtbildwerbung. Bei der aktuellen Kampagne handelt es sich um ein Mini-Musical, in dem die fröhlichen Protagonisten die Vorzüge eines Staus besingen. Wie schon in dem früheren Werbeauftritt will Friday damit auf seinen besonderen USP aufmerksam machen: Die laut eigenen Angaben erste Autoversicherung, bei der der Preis auf den exakt gefahrenen Kilometern des Fahrers basiert. Soll heißen: Wer weniger fährt, bezahlt auch weniger.

Das Stau-Beispiel ist natürlich nicht ganz logisch, denn irgendwann ist auch der längste Stau vorüber und der Autofahrer hat dadurch keine Kilometer gespart, sondern lediglich Zeit verschwendet. Sei’s drum. Der Auftritt ist bunt und auffällig und wird im Werbeblock für Aufmerksamkeit sorgen.


Das Start-up hat bei der Realisierung des Werbeauftritts mit der Berliner Produktionsfirma Dog Ear Films zusammengearbeitet, deren Angebot auch die Kreativleistung umfasst. "In den ersten 18 Monaten am Markt haben wir unsere digital affine und in Mobilitätsfragen moderne Zielgruppe gut kennengelernt. Mit Dog Ear Films als kreativer Filmproduktion steht uns der ideale Partner zur Seite, der gleichermaßen digitale Geschäftsmodelle wie auch Markenbildung versteht", sagt Lukas Jaworski, Head of Marketing Communications and Content Strategy von Friday.

Denis Parchow führte Regie bei den Spots, die in unterschiedlichen Varianten im TV und Online eingesetzt werden. Die Schaltungen auf reichweitenstarken TV-Sendern erfolgen zum Teil in Kooperation mit Verivox. Anders als bei dem Vergleichportal, an dem Pro Sieben Sat.1 eine Mehrheit besitzt, gibt es im Falle von Friday allerdings keinen Media-for-Equity-Deal. Das Mediageld kommt der Muttergesellschaft Baloise, zu dem unter anderem auch die Basler Versicherung gehört. Bei dem gemeinsamen TV-Flight mit Verivox handelt es sich vielmehr um eine Partnerschaft, von der beide Seiten profitieren sollen: "Es ist eine Win-Win-Situation: Verivox bietet als einziges Vergleichsportal den ,Ab 1-Cent-pro-Kilometer'-Tarif an, FRIDAY profitiert von der Bekanntheit und der Expertise von Verivox", erklärt Jaworski. Neben dem Spot werden gibt es eine Out-of-Home-Kampagne mit 300 Mega-Lights, die in Berlin zu sehen sind.


Friday ist seit März 2017 auf dem Markt. An der Spitze des jungen Unternehmens steht Christoph Samwer, Cousin der Rocket-Internet-Gründer Oliver, Alexander und Marc Samwer. Der CEO von Friday ist in der Start-Up-Szene auch keine unbekannte Größe: Samwer hat als Mitgründer der Crowdlending-Plattform Lendico bereits Gründererfahrung. bu 

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