Fork Unstable Media

Frankfurts jüdische Museen haben eine neue digitale Heimat

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Neue digitale Heimat für das Jüdische Museum Frankfurt und das Museum Judengasse
© Screenshot www.juedischesmuseum.de
Neue digitale Heimat für das Jüdische Museum Frankfurt und das Museum Judengasse
Eine neue Website soll Besuchern des Jüdischen Museums und Museums Judengasse in Frankfurt helfen, sich besser über sie und zwischen ihnen zu orientieren. Fork Unstable Media hat dazu einen Auftritt kreiert, der beiden eine gemeinsam-getrennte digitale Heimat bietet.

Zwei Museen, eine Website: Das Jüdische Museum und das Museum Judengasse in Frankfurt gehören thematisch zusammen und teilen sich daher einen gemeinsamen Webauftritt. Was sich beide nicht teilen, ist die Adresse. Ein Setting, das in der Vergangenheit nicht nur des Öfteren für Verwirrung beim Besuch der Website gesorgt hat. Auch offline sorgte es für Verirrungen, wenn Besucher sich in einer Location wiederfinden, die sie eigentlich gar nicht ansteuern wollten. Die Digitalagentur Fork Unstable Media hat deshalb im Auftrag des Jüdischen Museums ein neues Website-Konzept kreiert, das nicht nur das neue Corporate Design umsetzt, sondern dank der Gestaltung auch die nötige Orientierung und beiden Museen eine neue gemeinsame digitale Heimat bietet.



Schon vor dem Besuch der Museen können Interessierte über den Webauftritt beider Institutionen tief in die jeweiligen Themenwelten eintauchen: Sie erhalten hier Einblicke in die Geschichte der Museen, eine Übersicht über Online-Sammlungen, Ausstellungen und vieles mehr. Mittels der Website-Infrastruktur werden die Informationen und Vermittlungsangebote der Museen sehr übersichtlich und verständlich angeboten, eine Vernetzung mit Social-Media-Kanälen wurde ebenfalls geschaffen. Dir Fischer-Appelt-Tochter Fork hat zudem Informationsarchitektur, Webtechnologie und Online-Barrierefreiheit im Zuge des digitalen Neubaus optimiert.

Das Farbleitsystem, hier sichtbar im Kopf des Auftritts, leitet zu den beiden Museen
© Screenshot www.juedischesmuseum.de
Das Farbleitsystem, hier sichtbar im Kopf des Auftritts, leitet zu den beiden Museen
Die Design- und UX-Experten von Fork haben für die Umsetzung der Webpräsenz ein Baukastenprinzip entwickelt, das den Website-Besuchern eine klare Orientierung ermöglichen soll. Auf Basis des Corporate Designs haben sie diverse Module, beispielsweise Galerie-, Social Media- oder Kalender-Module, entwickelt und diese stets in zwei Farbvarianten übersetzt – je eine für die beiden Museen. Damit sind sie Teil eines Farbleitsystems, das die Inhalte dem jeweiligen Haus zuordnet. Das ist Fork offensichtlich gut gelungen: Für Webdesign und Usability wurden das Jüdische Museum Frankfurt und Fork Unstable Media mit Silber n der Kategorie „Website“ beim Annual Multimedia Awards 2018 ausgezeichnet.


Digital ist das Jüdische Museum mit dem neuen Auftritt schon einen Schritt weiter, als in der offline-Welt: Aktuell läuft noch der Um- und Neubau des Museum. Das Museum Judengasse wurde 2016 wiedereröffnet und das Rothschild-Palais, das seit 30 Jahren das Jüdische Museum in Frankfurt beherbergt, soll 2019 mit neuer Dauerausstellung folgen. ems

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