FMCG-Riese

Carat sichert sich globalen Mediaetat von Kraft Heinz

   Artikel anhören
Eines der bekanntesten Produkte von Kraft Heinz: Die Heinz-Ketchupflasche mit der ikonischen "57 Varieties"-Beschriftung
© Kraft Heinz
Eines der bekanntesten Produkte von Kraft Heinz: Die Heinz-Ketchupflasche mit der ikonischen "57 Varieties"-Beschriftung
Kraft Heinz hat seinen internationalen Mediaetat an Carat vergeben. Der Entscheidung für die Agentur aus dem Dentsu Aegis Network ging ein achtmonatiger Auswahlprozess voraus, an dem vier Agenturen teilgenommen hatten. Carat löst damit Starcom ab - die Agentur aus der Publicis-Gruppe geht dennoch nicht ganz leer aus.
Starcom wird für das Lebensmittelgeschäft von Kraft Heinz in den USA zuständig bleiben. Dabei handelt es sich immerhin um die größte Geschäftseinheit des FMCG-Riesen weltweit. Zu diesem Zweck wird Starcom gemeinsam mit anderen Publicis-Agenturen die Unit Publicis 57 bilden, benannt nach den "57 Varianten", mit denen Kraft Heinz schon in den Anfangszeiten des Unternehmens warb. Ein Schwerpunkt dabei soll auf der Planung und dem Kauf von E-Commerce-Media liegen.

Für alle weiteren Märkte wird künftig Carat zuständig sein. Von der Agentur erhofft man sich bei Carat datengesteuerte Erkenntnisse, die zum Wachstum beitragen sollen, erklärt Nina Barton, Global Chief Growth Officer bei Kraft Heinz. "Gleichzeitig freuen wir uns darauf, unsere Beziehung zu Starcom in den USA fortzusetzen und eng zusammenzuarbeiten, um einen neuen, kollaborativen Ansatz für unser sich entwickelndes US-Geschäft zu entwickeln", so Barton weiter. "Wir sind zuversichtlich, dass beide Agenturen für Kraft Heinz abliefern werden, während wir in der sich schnell verändernden digitalen Medienlandschaft von heute konkurrieren."

Medienberichten zufolge bewegt sich das globale Media-Volumen von Kraft Heinz zwischen 520 und 600 Millionen Dollar. Für dieses Jahr hatte CEO Miguel Patricio eine Anhebung der Media-Spendings um 30 Prozent in Aussicht gestellt, nachdem Kraft Heinz im vergangenen Jahr weniger Umsatz erzielt hatte als im Jahr zuvor. Wie viel davon übrig bleibt, wird sich zeigen: Patricios Ansage erfolgte im Februar, noch bevor die Corona-Pandemie mit voller Wucht durchschlug. ire
    stats