FAZ-Bericht

Content-Marketing-Dienstleister WDV meldet Insolvenz an

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Der Abzug des AOK-Etats macht WDV zu schaffen
© AOK
Der Abzug des AOK-Etats macht WDV zu schaffen
Im Oktober 2019 hatte die AOK ihren Content-Marketing-Etat von der WDV-Gruppe abgezogen. Jetzt hat der Etatverlust für die Bad-Homburger Agentur offenbar ernste Konsequenzen. Wie die FAZ berichtet, hat WDV ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt.
Bei der WDV-Gruppe war am heutigen Freitag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Die FAZ beruft sich auf zwei getrennte Schreiben an die Mitarbeiter und an den Großkunden AOK, die der Zeitung vorliegen sollen. In diesen heißt es, dass die Gehälter gesichert seien. Allerdings fielen viele Arbeitsplätze weg. Offenbar soll mehr als die Hälfte der aktuell 265 Mitarbeiter ihren Job verlieren. Der AOK habe die WDV-Geschäftsführung versichert, laufende Projekte erfüllen zu wollen. Dem Bericht zufolge hat WDV einen Antrag auf ein gerichtliches Schutzschirmverfahren gestellt. Die Geschäftsführung, die im Rahmen eines solchen verfahrens im Amt bleibt, wolle das Unternehmen nun sanieren.


Die AOK hatte Ende 2019 im Rahmen eines Mega-Pitches große Teile ihres Content-Marketing-Geschäfts an eine Bietergemeinschaft aus Serviceplan und der Bauer Media Group vergeben. Dem Vernehmen nach ging es um einen Etat in Höhe von mindestens 10 Millionen Euro. Die WDV-Gruppe, die den Etat vorher hielt, hatte sich nur den Auftrag für den Druck der Versichertenzeitschriften gesichert. mas
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