Europaweiter Pitch

Intersnack schreibt Media-Etat neu aus

Lang ist´s her: Kampagnen wie die mit Poldi und Schweini für Funny-Frisch werden bald von einer neuen Agentur geplant
© Intersnack
Lang ist´s her: Kampagnen wie die mit Poldi und Schweini für Funny-Frisch werden bald von einer neuen Agentur geplant
Die Intersnack-Gruppe ordnet ihre Agenturbeziehungen neu. Der Kölner Knabber-Riese schreibt den Media-Etat für das Europa-Geschäft aus. Ziel des Unternehmens, das Naschkatzen von Marken wie funny-frisch, Chio, Pombär, Ültje und Goldfischli kennen dürften, ist nach eigenen Angaben die Schaffung eines neuen Media-Agentur-Modells.
Bislang arbeitet die Intersnack-Gruppe in Europa nach eigenen Angaben mit Dienstleistern aller sechs großen Agenturholdings zusammen. Hierzulande werden die Marken funny-frisch, Chio, Pombär und Ültje bislang von der Interpublic-Agentur Initiative in Hamburg betreut.


Der Startschuss für den Pitch wird im dritten Quartal 2019 fallen. In einem ersten Schritt sollen Agenturen aller großen Networks kontaktiert werden. Darunter werden nach HORIZONT-Online-Infos auch alle Etathalter sein. Bei dem Prozess lässt sich das Unternehmen, das nach eigenen Angaben in Deutschland größter Anbieter in der Kategorie "Salzige  Snacks" ist, von der Beratung Aperto One um Gründer und CEO Scott Moorhead unterstützen. Ziel ist es, das bisherige Agenturmodell zu überarbeiten. Auch wenn der Pitch dem Vernehmen nach ergebnisoffen verlaufen soll, verfolgt Intersnack nach eigenen Angaben das Ziel, den Europaetat zu konsolidieren. "Ein Agenturnetzwerk für alle Märkte wäre demnach ein denkbarer Ansatz", teilt das Unternehmen gegenüber HORIZONT Online mit. 

"Als  Multi-Brand-Advertiser möchten wir sicherstellen, dass wir mit unseren Agenturen in allen Märkten beste Partnerschaften eingehen", sagt Henry Wisdom, Group Procurement Manager bei Intersnack, zu der Ausschreibung. Ziel sei eine Partnerschaft, bei der Strategie, Fachwissen, Talent und Kollaboration im Mittelpunkt  stünden, so Wisdom weiter. Intersnack freue sich darauf zu sehen, "welche Antworten die teilnehmenden Agenturen auf unsere geschäftlichen Herausforderungen mitbringen". 


Intersnack, das bei der Kreation in den letzten Jahren unter anderem mit der Agentur Rupp, die Markenflüsterer zusammenarbeitete, war zuletzt in Sachen Kommunikation eher defensiv unterwegs. Laut Nielsen hat das Unternehmen im 1. Halbjahr 2019 lediglich 6,6 Millionen Euro brutto in Werbung investiert. Das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von 36,4 Prozent.

Die Zahlen könnten allerdings täuschen. Grund: In der Nielsen-Auswertung werden diverse Kanäle, wie etwa die Werbeausgaben für Search und Social Media, nicht berücksichtigt. Gerade auf Facebook, wo Intersnack mit der Chips-Edition rund um die früheren TV-Helden Bud Spender und Terence Hill zuletzt Erfolge feierte, war das Unternehmen in diesem Jahr aktiv. mas
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