Eurobest

BBDO Germany, Innocean und Philipp und Keuntje gewinnen Gold

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#Unhatewomen: Philipp und Keuntje und Terre des Femmes kämpfen gegen Gewalt an Frauen
© Terre des Femmes
#Unhatewomen: Philipp und Keuntje und Terre des Femmes kämpfen gegen Gewalt an Frauen
Die Gold-, Silber und Bronze-Gewinner der Eurobest Awards stehen fest und die Bilanz zeigt mehr als deutlich, dass auch die Kreativshows die Auswirkungen der Corona-Krise zu spüren bekommen: lediglich 158 Preise haben die Jurys vergeben - das sind rund 40 Prozent weniger als im Vorjahr.
Wie viele Einsendungen im Rennen waren, will der Veranstalter Ascential Events trotz mehrmaliger Nachfrage nicht verraten. Fest steht nur, dass die Zahlen bei der kleinen Schwester der Cannes Lions schon seit Jahren rückläufig sind: Vor fünf Jahren waren dort noch rund 4500 Arbeiten im Rennen, vor drei Jahren circa 3500 und im vergangenen Jahr nur noch 2887. Corona dürfte den Negativ-Trend noch einmal beschleunigt haben.
Aus Deutschland haben offenbar auch nicht so viele Agenturen mitgemacht. Das lässt zumindest die Gewinnerliste vermuten: Dort sind nur vier Teilnehmer aus Deutschland vertreten: die Agenturen BBDO Germany, Philipp und Keuntje und Innocean Europe sowie das Berliner DDR-Museum mit einem Projekt, das allerdings von einer dänischen Agentur umgesetzt wurde. Die Top 5 des letzten HORIZONT-Kreativrankings - DDB, Scholz & Friends, Serviceplan, Heimat und Ogilvy - hat gar nicht erst eingereicht. Gleiches gilt für Jung von Matt, die 2020 zwar eigentlich kein Award-Sabbatical haben, aber aufgrund der Corona-Krise offenbar ebenfalls andere Prioritäten gesetzt haben.
Immerhin können sich die siegreichen deutschen Teilnehmer allesamt über Gold freuen: BBDO überzeugt im Bereich Creative Effectiveness mit dem "Life Lolli" im Auftrag der KMSZ sowie in den Sparten Integrated und PR mit "Eurythenes Plasticus" für WWF. Innocean gewinnt das Edelmetall in den Kategorien Creative Data, Design und Health mit der Arbeit "Printed by Parkinson’s" im Auftrag der Charité Berlin. In Radio & Audio-Wettbewerb punktet die Agentur mit dem Projekt "The client said no" für Dahouse Audio. Philipp und Keuntje kann sich über Media-Gold für "#Unhatewomen" im Auftrag von Terre des Femmes freuen. Das DDR-Museum steht in der Kategorie Mobile mit der Arbeit "Tear down this wall" ganz oben auf dem Siegertreppchen. Kreiert wurde sie von Virtue in Kopenhagen.
Für die genannten Teilnehmer gab es außerdem diverse Silber- und Bronze-Medaillen, so dass die Bilanz aus deutscher Sicht wie folgt aussieht: neunmal Gold, dreimal Silber und fünfmal Bronze. Noch offen sind die Grands Prix. Es ist also durchaus denkbar, dass sich die eine oder andere Gold-Medaillen noch in einen der begehrten Hauptpreise verwandelt.


Ein Blick auf die Gewinnerliste zeigt auch, wer der größte Abräumer des Festivals ist: "Moldy Whopper" für Burger King. Das Gemeinschaftsprojekt der Agenturen Ingo in Stockholm, David in Miami und Publicis in Bukarest wird garantiert auch mehr als einen Grand Prix für sich beanspruchen können. bu
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