Etatgewinn

Jung von Matt/Sports soll Hamburg zur Fahrrad-Stadt machen

Führen Jung von Matt/Sports: Holger Hansen und Robert Zitzmann
© Jung von Matt/Sports
Führen Jung von Matt/Sports: Holger Hansen und Robert Zitzmann
Wenn sich die Hamburger über eines wahrlich nicht beschweren können, dann über eine niedrige Lebensqualität. Schließlich gilt die gut 1,8 Millionen Einwohner zählende Metropole als eine der attraktivsten Deutschlands. Doch die Hansestadt strebt nach Höherem. Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation will Hamburg zur Fahrradstadt machen. Dabei helfen soll eine breit angelegte Werbekampagne.

Die Fahrrad-Offensiver hat eine etwas längere Vorgeschichte. Bereits vor zwei Jahren hat sich Hamburg mit der Unterzeichnung des Bündnisses für den Radverkehr verpflichtet, die Bedingungen für das Radfahren in der Stadt zu verbessern. So sollen neben der Infrastruktur auch die Serviceangebote wie das Fahrradleihsystem (StadtRAD) sowie Abstellanlagen (b+r-Anlagen) ausgebaut werden. All diese Anstrengungen lohnen sich freilich nur, wenn die Angebote auch angenommen werden. Und hier kommt die Kommunikationsoffensive ins Spiel. "Das Ziel der Marketingkampagne ist es, das Fahrradfahren in der Metropole Hamburg als einen urbanen Lebensstil zu positionieren, der positiv auf die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger einzahlt. Dadurch soll die regionale Wahrnehmung für das Radfahren und Hamburg als lebenswerte Stadt gestärkt werden", erklärt Michael Otremba, Geschäftsführer Hamburg Marketing GmbH, die Strategie. 



Umgesetzt wird die Kampagne von Jung von Matt/Sports. Die auf Sportmarketing spezialisierte Tochter der Werbeagentur Jung von Matt hat sich eigenen Angaben zufolge in einem mehrstufigen europaweiten Ausschreibungsverfahren der Hamburg Marketing GmbH gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt. Den Ausschlag sollen neben dem strategischen Konzept auch die kreativen Ideen gegeben haben, die die Agentur für die zu entwickelnden Kommunikationsmaßnahmen entwickelte. 

Der Startschuss für die 360-Grad-Kampagne, für die Jung von Matt/Sports in den kommenden Wochen ein Detailkonzept erarbeiten soll, soll zu Beginn der Radfahrsaison im Frühjahr 2019 erfolgen. Die Messlatte liegt hoch. Hamburg will nicht nur die Bereitschaft aller Bürger zur Radnutzung im Alltag erhöhen. Ziel ist auch, das Gemeinschaftsgefühl aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf den Straßen zu verbessern, die Handlungsfelder des Bündnisses für den Radverkehr zu vermitteln und das Thema Verkehrssicherheit einzubinden. Dass man dafür einen langen Atem braucht, weiß auch Hamburg-Marketer Otremba. Daher soll die Kampagne auch bis Ende 2021 laufen. mas


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