Essence-Mitgründer Andrew Shebbeare

"Google ist nicht der Herr, wir sind nicht der Knecht"

Andrew Shebbeare ist Mitgründer von Essence
© HORIZONT/Kurt Steinhausen
Andrew Shebbeare ist Mitgründer von Essence
Andrew Shebbeare gehört zu dem Typus britischer Unternehmer, dem man sich nur schwer entziehen kann: unerhört freundlich, witzig, zugewandt und bei allem Selbstbewusstsein stets auf Understatement bedacht. Sein Interview mit HORIZONT ist das erste eines hochrangigen Essence-Managers mit deutschen Medien. Shebbeares knackiges Wachstumsziel für 2019: 20 bis 30 Prozent.

Mr. Shebbeare, seit 2015 ist Essence Teil des WPP-Imperiums. Was hat sich seitdem verändert? Eine Menge. Die Größe der Agentur hat sich seitdem verdreifacht. Die größten Veränderungen haben in diesem Jahr stattgefunden. Wir haben die Zahl unserer Büros von 9 auf 19 erhöht, unser Angebotsspektrum deutlich erweitert und unseren Kundenstamm diversifiziert. Vor dem Einstieg von WPP hatten wir einen starken Schwerpunkt auf Digital Media. Heute sind wir eine Fullservice-Agentur mit einem klaren Fokus auf Performance und Technologie. 

Essence steht für Avantgarde und einen radikal neuen Ansatz – laufen Sie als Fullservice-Agentur nicht Gefahr, Mainstream zu werden? Ich bin der Meinung, dass sich Essence nach wie vor sehr stark von allen anderen Mediaagenturen unterscheidet. Wir betrachten Werbung im Grunde wie ein Produkt und verhelfen unseren Kunden zu mehr Kontrolle über Technologie und Daten. In unserer Branche wird noch sehr viel von Hand gemacht, es werden zu viele manuelle Berichte erstellt. Wir möchten all diese Dinge so weit wie möglich standardisieren, und das auf einer globalen Ebene. 

WPP hat Essence vor allem übernommen, um Zugriff auf eine überlegene Technologie zu bekommen.

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