Einstieg von Accenture ins Programmatic-Geschäft

"Wir wollen kein Produkt verkaufen"

Matthias Schrader etabliert den Geschäftsbereich Programmatic Services bei Accenture Interactive
© Olaf Ballnus
Matthias Schrader etabliert den Geschäftsbereich Programmatic Services bei Accenture Interactive
Mit Sinner Schrader hat Matthias Schrader vor Jahren schon einmal einen Ausflug ins Geschäft mit Programmatic Media versucht. Damals ging es schief, das Experiment kostete viel Geld. Im gemeinsamen Interview mit der eigens für dieses Thema verpflichteten Managerin Nina Haller erklärt er, warum er es jetzt unter dem Dach von Accenture Interactive noch einmal probiert.
Warum steigt Accenture Interactive in das umkämpfte Geschäft mit Programmatic Media ein?
Matthias Schrader:
Weil die Kunden Programmatic-Kompetenz bei uns nachfragen und wir glauben, dass wir ein uniques Angebot im Köcher haben. Programmatic boomt und gehört als zentrale Fähigkeit in den Verantwortungsbereich der Werbekunden, auch wenn es noch nicht selbstverständlich ist, dass Unternehmen die nötigen Kompetenzen im eigenen Haus haben. Ich bin fest davon überzeugt, dass First-Party-Daten, also Daten, die eigentlich nur der Werbungtreibende haben kann, auch in dessen Hände gehören. Sie bilden nicht nur die Grundlage für die Mediaaussteuerung, sondern für sehr viel mehr.

Mit Next Audience haben Sie es unter dem Dach von Sinner Schrader schon einmal mit einem eigenen Programmatic-Angebot versucht. Das hat damals nicht geklappt. Warum glauben Sie, dass es jetzt funktioniert?
Schrader:
Damals war es auch ein Timing-Thema. Wir waren bestimmt drei Jahre vor der Zeit. Der wesentliche Unterschied ist jedoch, dass wir mit Next Audience einen produktgetriebenen Ansatz verfolgt haben. Wir haben eine eigene Software-Technologie entwickelt. Das ist heute nicht mehr der Weg. Wir sind komplett Technologie-agnostisch. Wir wollen kein Produkt verkaufen, sondern Hilfestellung geben, welche bestehenden Marktlösungen für die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden am besten passen.

Nina Haller
© Accenture
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