Effektives Zeitmanagement

Wie sich Mediaplaner in ihrem Job wieder auf das Wesentliche konzentrieren können

Sacha Berlik, The Trade Desk
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Sacha Berlik, The Trade Desk
Mediaplaner verbringen einen Großteil ihrer Arbeit mit zeitfressenden Aufgaben, die Technologie heutzutage eigentlich effektiver erledigen könnte. Zeit für Kreativität und die Auseinandersetzung mit der Zielgruppe bleibt dabei auf der Strecke, findet Sacha Berlik, Managing Director EMEA bei The Trade Desk. In seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online erklärt Berlik, wie sich Mediaplaner wieder auf wirklich wertschöpfende Aufgaben konzentrieren können.

Der Werbebranche stehen in den kommenden Jahren große Herausforderungen bevor: Neue Bedingungen wie strenge Regularien zur Datenverarbeitung und das steigende Bedürfnis der Verbraucher, ihre eigenen Daten zu kontrollieren, erfordern eine veränderte Vorgehensweise. Zum einen muss sich die Werbebranche vor dieser Kulisse neu erfinden. Zum anderen gilt nach wie vor das Gebot, Werbung zu gestalten, die durch Kreativität unterhält und im Gedächtnis bleibt. Um all diese Herausforderungen in einer schnelllebigen Branche zu meistern, kommt es vor allem auf gutes Zeitmanagement an.

Zeit für tiefes Verständnis

Inmitten all der Diskussionen und Herausforderungen befinden sich Mediaplaner in einem Spannungsfeld. Sie müssen aktuelle Trends kennen, alle Tools beherrschen und Werbungtreibende bestmöglich beraten, um deren Kampagnen erfolgreich auszusteuern. Mediaplaner müssen die beste Kombination von Medien für die Werbungtreibenden bestimmen, um deren gewünschtes Publikum und die Ziele der Marketingkampagne zu erreichen. Sie müssen daher genau verstehen, welche Auswirkungen ihre Pläne auf die tatsächlich gekauften Medien haben. Oft fehlt ihnen für die tiefgehende Auseinandersetzung mit den Wünschen der Firmen und der Datenlage allerdings die Zeit. So schöpft die Performance der Kampagnen ihr volles Potenzial nie aus.


Adtech-Lösungen müssen den Mediaplanern die Zeit zurückgeben, sich auf ihre Kernkompetenzen zu fokussieren und ihre Arbeit optimal zu leisten.

Zeit für Echtzeit-Reaktionen

Viele Marken verlassen sich auf die Erfahrung aus vergangenen erfolgreichen Kampagnen und kopieren neue Kampagnenstrategien nach dem altem Vorbild. Doch das Recyceln einer alten Strategie für eine neue Kampagne birgt Risiken, wenn nicht auf Basis aktueller Daten gearbeitet wird. Firmen müssen von Anfang an datengesteuerte Strategien planen und umsetzen. Das führt nicht nur zu einer besseren Kampagnenleistung, sondern auch zu allgemein besserer Werbung, die sich an den aktuellen Interessen der Zielgruppen orientiert.
„Im täglichen Business besteht allerdings viel zu oft eine Kluft zwischen den strategischen Planungsteams und den ausführenden Media-Buying-Teams – die eine Hand weiß nicht, was die andere tut.“
Sacha Berlik, The Trade Desk
Großes Potential hat die Anpassung von Kampagnenstrategien auf der Basis von Echtzeitdaten. Ob die vorab erarbeitete Strategie aufgeht, kann so live nachvollzogen werden. Im täglichen Business besteht allerdings viel zu oft eine Kluft zwischen den strategischen Planungsteams und den ausführenden Media-Buying-Teams – die eine Hand weiß nicht, was die andere tut. Eine optimale Kampagnenaussteuerung ist so nicht möglich.

Neue Adtech-Lösungen müssen Planungs- und Einkaufsprozesse näher zusammenbringen. Auf die Erkenntnisse, die sich aus den tatsächlichen digitalen Medienkäufen ergeben, müssen die Planer einfach und in Echtzeit zugreifen können. Nur so können sie das Verhalten der Zielgruppe tatsächlich verstehen und das Werbebudget effektiv einsetzen.

Zeit für gute Werbung

Gute Werbung orientiert sich an den Interessen der Zielgruppen. Zwar haben Werbungtreibende Zugang zu immer mehr Daten, die die Grundlage für das Verstehen der Nutzer bilden. Doch was nützen die Daten, wenn sie wegen Zeitmangel nicht optimal ausgewertet werden? Es kostet Zeit, das Publikum zu verstehen und eine kreative, ansprechende Kampagne zu entwickeln.
„Was nützen die Daten, wenn sie wegen Zeitmangel nicht optimal ausgewertet werden?“
Sacha Berlik, The Trade Desk
Heutzutage ist jedoch ein Großteil der Mediaplaner mit Fehlerbehebung und anderen Management-Aufgaben befasst. Solche Tasks fressen Zeit. Diese fehlt wiederum für gute Werbung und bestmögliche Kampagnenaussteuerung. Im Hinblick auf die kurze Reaktionszeit, die die schnelllebige Werbebranche erfordert, sollten Aufgaben der Überwachung und des Managements nicht von einer Person erledigt werden. Hier kommt die Technologie ins Spiel, die den Adtech-Markt ausmacht. Technologische Lösungen müssen Zeit schaffen, damit sich Werbungtreibende auf wertschöpfende Aufgaben konzentrieren können. Die Voraussetzungen dafür existieren dank leistungsstarker Lösungen bereits. Jetzt ist es an der Werbebranche, sich für die richtigen Technologien zu entscheiden – nur so können Werbungtreibende sich auf den Kern ihrer Arbeit konzentrieren und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.


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