Diversity

Von echter Gleichstellung sind deutsche Agenturen noch weit entfernt

Diversity ist in Agenturen noch nicht wirklich angekommen
© Gert Altmann / Pixabay
Diversity ist in Agenturen noch nicht wirklich angekommen
Das Thema Diversität ist in deutschen Agenturen offenbar noch nicht wirklich angekommen. Bei den Mitgliedsunternehmen des Agenturverbands GWA sind beispielsweise 90 Prozent der Führungskräfte deutscher Herkunft, die Zahl der Frauen in Top-Führungspositionen ist sogar gesunken. Druck und Bereitschaft, sich zu ändern, wachsen aber.
"Diversity ist für deutsche Agenturen kein Thema, denn es gibt bei ihnen keine Diversity" – ein Satz, den Ralf Nöcker 2010 im Gespräch mit HORIZONT gesagt hat. Kaum vorstellbar, dass der Geschäftsführer des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen GWA das Statement heute so wiederholen würde. Schließlich ist das Thema omnipräsent: Cannes Lions, ADC-Festival, OMR, HORIZONT Medienkongress – keine wichtige Branchenveranstaltung ohne Diversity-Diskussionen beziehungsweise den Start von Initiativen mit dem Ziel, mehr Vielfalt zu schaffen. Ganz zu schweigen von der global geführten #MeToo-Debatte. Es muss sich also viel getan haben. So weit die optimistische These.

Die Zahlen, die sich zur Diversity in Agenturen finden lassen, belegen allerdings, dass Nöckers Feststellung auch neun Jahre später noch nahezu unverändert gilt: 2010 waren 95 Prozent der Beschäftigten bei den Mitgliedsunternehmen des Agenturverbands deutscher Herkunft, die verbandseigene Human-Resources-Management-Studie von Oktober 2017 zeigt, dass sich nur wenig geändert hat:

Jetzt kostenfrei registrieren
und sofort alle H+ Artikel lesen!

Die Registrierung beinhaltet
den täglichen HORIZONT Newsletter.

 
Sie sind bereits registriert?
Der Nutzung Ihrer Daten können Sie jederzeit widersprechen.
Weitere Hinweise finden Sie unter Datenschutz.
stats