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Aldi bündelt Media-Etat bei PHD

Aldi - hier eine Filiale der Süd-Division - hat nun eine übergreifend tätige Mediaagentur
© Aldi Süd
Aldi - hier eine Filiale der Süd-Division - hat nun eine übergreifend tätige Mediaagentur
Aldi Nord und Aldi Süd bündeln ihre Media-Aktivitäten erstmals bei einer Agentur. Den Zuschlag hierfür erhält PHD. Die Agentur aus der Omnicom Media Group verantwortet ab dem kommenden Jahr die Media-Strategie sowie Planung und Einkauf für die beiden Discounter.
Unter PHD will Aldi die Mediastrategie neu ausrichten. So soll die Steuerung der Media-Maßnahmen durch den gemeinsamen Partner vereinfacht und Synergien besser genutzt werden. Insgesamt soll dies den gesamten Prozess effizienter gestalten. Außerdem will sich Aldi künftig stärker auf den Bereich Digital fokussieren und alle Mediamaßnahmen bzw.  Kampagnen verstärkt datenbasiert ausspielen. Bei dem Pitch wurde Aldi von Independent Media Guides begleitet.


Bislang waren bei Aldi mehrere Agenturen für Media zuständig. Vor drei Jahren holte Aldi für die erste gemeinsame Kampagne der Nord- und Süd-Division die Agenturen Neo@Ogilvy, Fluent und Jost von Brandis an Bord. Zuletzt war besonders Mediaplus dick im Geschäft bei Aldi. Unternehmensangaben zufolge hat die Agentur gemeinsame Kampagnen für Aldi Nord und Süd verantwortet, allerdings auf Basis ausgewählter Kampagnen und vereinzelter Kanäle.

Laut dem Qualitäts-Report von Recma hat Mediaplus für Aldi ein Volumen in Höhe von 137 Millionen Euro verwaltet. Die finanzielle Größe des Aldi-Auftrags für PHD ist unbekannt. Der Etatgewinn dürfte aber die Position der Agentur in den Recma-Rankings bezüglich Neugeschäft und Gesamt-Billings beeinflussen. In beiden Ranglisten stand die OMG-Tochter zuletzt auf Rang 10.


Zusammengenommen gehören Aldi Nord und Süd zu den größten Werbungtreibenden Deutschlands. Bis Ende Oktober investierten beide Unternehmen laut Nielsen 156,2 Millionen Euro brutto in klassische Werbung, das ist ein sattes Plus von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. ire
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