Deutscher Werbefilmpreis

Dreifach-Gold für Tempomedia und das liebenswerte Huawei-Monster

Das liebenswürdige Monster GnuGnu ist der Star des Huawei-Spots von Jung von Matt
© Screenshot Youtube
Das liebenswürdige Monster GnuGnu ist der Star des Huawei-Spots von Jung von Matt
Nicht Hornbach, nicht Edeka, nein Huawei räumte am Freitagabend beim Deutschen Werbefilmpreis die wichtigsten Auszeichnungen ab und sorgte damit für eine echte Überraschung. Der „monstermäßige Werbefilm“ für das Einsteigerhandy P Smart+ überzeugte in den wichtigen Kategorien Beste Regie, Bester Werbefilm und Preis der Medien. Letzterer ist ein kategorienübergreifender Journalistenpreis und wurde dieses Jahr zum zweiten Mal von HORIZONT übergeben.

Mit Huawei können sich Regisseur Alex Feil, die Produktionsfirma Tempomedia und Jung von Matt freuen. Letztere befindet sich zwar gerade in der Award-Pause und legt größten Wert auf die Feststellung, dass sie selbst nichts eingereicht hat, sondern das ihren Produktionspartnern überlassen hat, dennoch lässt sich nicht abstreiten, dass die Hamburger Agentur der kreative Absender des Huawei-Spots ist, der im August 2018 das Licht der Öffentlichkeit erblickt.


Von Jung von Matt stammt darüber hinaus die kreative Idee für den Film "Voll auf E" für EnBW, der in der Kategorie Beste Animation das Rennen gemacht hat. Preisträger sind hier allerdings Daniel Jahnel und Hans-Christoph Schultheiss von Sehsucht. Tatsächlich handelt es sich beim DWP nämlich vorrangig um einen kreativen Produktionspreis, bei dem die beteiligten Werbeagenturen ausnahmsweise mal nur die zweite Geige spielen.
Mercedes-Benz und seine Agentur Antoni Garage sind mit ebenfalls vier Trophäen der zweite große Abräumer dieses Wettbewerbes. Das Agentur-Kunden-Duo überzeugte in den Kategorien Beste Kamera, Bestes Sounddesign, Bester Schnitt und Beste Visuelle Effekte. Der Kamera-Preis geht den von Iconoclast produzierte Spot „In the long run“. Preisträger ist Linus Sandgren. Ebenfalls von Iconoclast ist Filme "Never stop improving". Wenke Kleine-Benne räumt wie im Vorjahr den Hatto für das beste Sounddesign ab. Für den besten Schnitt wird Simon Colin geehrt. "Stronger than time", den Antoni und Mercedes wiederum mit Sehsucht realisiert haben, überzeugte nach Ansicht der Jury mit den besten visuellen Effekten. Hier heißen die Preisträger Daniel Jahnel, Timo von Wittken und Florian Zachau.

Die weiteren Preisträger sind:

Bestes Art Department: „Hör auf deine innere Stimmo“, Kunde: Immowelt, Produktion: Bubbles Film, Agentur: Noga, Preisträger: Bader El Hindi

Beste Komposition: „Lebensphasen“, Kunde: Audi, Produktion: Saltwater, Agentur: Kolle Rebbe, Preisträger: DamienDamien


Bestes Skript: "Catapult Air", Kunde: Sylt Marketing, Produktion: PuK Film, Agentur: Philipp und Keuntje, Preisträger: Casper-Jan Hogerzeil, Oliver Zacharias-Toelle und Klaus Huber

Bester Nachwuchswerbefilm: „Benim Evin Sensin“ von Ben Miethke, Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg / Captcha

Rund 800 Beiträge gingen dieses Jahr ins Rennen um die begehrten Hatto-Trophäen. Dabei sei die Qualität der Filme auffällig hoch gewesen – insbesondere auch vom Nachwuchs“, sagt Tony Petersen, Vorstand des Veranstalters Deutsche Werbefilmakademie. Die Sieger in den Hauptkategorien kürte ein Gremium rund um Jurypräsident Benjamin Minack, GWA-Präsident und Geschäftsführer der Agentur Ressourcenmangel. Die Jury beim Preis der Medien setzte sich zusammen aus Vertretern von Deutsche Welle, Filmecho/Filmwoche, HORIZONT, New Business, The Hollywood Reporter und Werben und Verkaufen. bu

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