Darmkrebsvorsorge

Heimat lässt Oliver Korittke um lebensrettende Worte ringen

Oliver Korittke muss in dem Spot eine Entscheidung treffen, die ihm nicht leicht fällt
© Felix Burda Stiftung
Oliver Korittke muss in dem Spot eine Entscheidung treffen, die ihm nicht leicht fällt
Im März macht die Felix Burda Stiftung traditionell auf die Volkskrankheit Darmkrebs aufmerksam und rät zu Vorsorgeuntersuchungen. In diesem Jahr thematisiert die begleitende Werbekampagne einen besonders kritischen Aspekt der tückischen Krankheit.
Die Initiatoren der Aktion Darmkrebsmonat März, die in diesem Jahr bereits zum 18. Mal stattfindet, können sich inzwischen einige Erfolge auf die Fahnen schreiben: Auch dank des jährlichen Aktionsmonats ließen seit 2002 bereits rund 7 Millionen Menschen eine vorsorgliche Darmspiegelung vornehmen. Dadurch konnten bis heute circa 130.000 Todesfälle und 270.000 Neuerkrankungen verhindert werden, teilt die Felix Burda Stiftung unter Berufung auf eigene Hochrechungen mit.


Neuerkrankungen und Sterbefälle seien dadurch um 17 Prozent zurückgegangen - allerdings in der Altersgruppe der besonders gefährdeten über 50-Jährigen. Doch was ist mit den Jüngeren? Hier gibt es laut Burda-Stiftung alarmierende Zahlen: So sei die Zahl der Neuerkrankungen bei den 25- bis 49-Jährigen zwischen 2002 und 2014 um 11 Prozent gestiegen. Ein Großteil erkranke deshalb, weil ein familiäres Risiko für Darmkrebs vorliege.

Hier soll die neue Aufklärungskampagne ansetzen: Unter dem Motto "Es gibt kein zu jung für Darmkrebs. Rede mit Deiner Familie!" will die Felix Burda Stiftung dazu animieren, jüngere Familienmitglieder zur Vorsorgeuntersuchung zu bewegen, wenn es bereits Fälle von Darmkrebs in der Familie gab. Botschafter der Kampagne, die wie in den Vorjahren von Heimat, Berlin, kreiert wurde, ist der Schauspieler Oliver Korittke.
Der Spot "Das Gespräch" wird ab sofort pro bono auf zahlreichen TV-Sendern ausgestrahlt, die den Darmkrebsmonat März unterstützen. Hinzu kommen Radiowerbung und Anzeigen-Motive. Auch diese bleiben durch ihre Machart im Gedächtnis: Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass es sich bei dem Hintergrund nicht um ein florales Muster handelt, sondern um Krebszellen.


Gegenüber den Vorjahren ist bei der Kampagne eine deutliche Veränderung in der Ansprache der Zuschauer zu erkennen. Im vergangenen Jahr wählten die Kampagnen-Macher das Motiv einer älteren Dame, die sich am Pool ihres offensichtlich guten Lebens erfreut - bevor sie völlig unvermittelt von einem Satelliten erschlagen wird. "Manchmal kann man nicht viel machen", lautete seinerzeit die Botschaft der Felix Burda Stiftung, "Gegen Darmkrebs schon".
Auch Anzeigenmotive gehören zu der Kampagne
© Felix Burda Stiftung
Auch Anzeigenmotive gehören zu der Kampagne
Nicht weniger heftig die Kampagne aus dem Jahr 2016, die zwei Jahre in Folge ausgestrahlt wurde. Damals besang ein Kinderchor die Ausreden der Menschen, nicht zur Darmnkrebsvorsorge zu gehen sowie die potenziell tödlichen Folgen. Damals gab es so viel auch negatives Feedback auf die Kampagne, dass Carsten Frederik Buchert, Marketingleiter der Felix Burda Stiftung, in einem Video dazu Stellung nahm: 
In diesem Jahr ist deutlich mehr Ruhe und Besinnlichkeit angesagt. Doch auch diesmal erklärt Buchert die Kampagne. Denn die Dreharbeiten fanden an acht verschiedenen Orten in London statt. "Die letzte Kampagne haben wir in Bangkok gedreht, nun in London – da wird sich manch einer Fragen, ob das als Stiftung nicht ein bisschen übertrieben ist. Aber für uns sind nicht die Drehorte, sondern tatsächlich die Partner und Kosten entscheidend", erklärt Buchert. 

Bei Heimat zeichnen Kreativchef Guido Heffels und Strategiechef Andreas Mengele verantwortlich. Das Heimat-Team setzt sich zudem zusammen aus Arne Stach (Kreativdirektor), Lisa Yvonne Heimgartner und Daniel Duhn (Text), Matthijs Mejan und Mari Torres (Art Direction), Sevra Inci, Clarissa Nagel und Kerstin Mückenheim (Beratung) sowie Jake Flowers (Agentur Producer). Produziert wurde der Film von der Londoner Firma RSA Films, Regie führte Jamie Delaney. Die Musik für den Spot komponierte TRO. ire
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