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Smart vergibt Social-Media-Etat an Buddybrand

Smart gibt im Social Media-Marketing Gas
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Smart gibt im Social Media-Marketing Gas
Smart hat heimlich, still und leise seine Agenturbeziehungen neu geordnet. Die Daimler-Marke, die ihre gesamte Modell-Palette ab kommendem Jahr ausschließlich mit Elektromotoren ausrüsten will, hat mit Buddybrand einen eigenen Dienstleister nur für Social Media an Bord geholt. Die Berliner sollen Smart dabei unterstützen, sich als First Mover in Sachen Elektromobilität zu positionieren. Gelingen soll das mit einer Strategie, die nichts mehr mit den typischen Hochglanzbildern der Autowerbung zu tun hat.
Smart erfindet sich nicht nur selbst gerade neu. Die Kleinwagenmarke, deren Zukunft voll und ganz in der Elektromobilität liegt, legt auch bei ihren Agenturen Hand an. Das zeigte sich bereits Ende 2018, als Smart eine TV-Kampagne nicht von Stammbetreuer BBDO, sondern von der Mercedes-Agentur Antoni entwickeln ließ.


Auch bei der digitalen Werbung ist vieles in Bewegung. So wurde der Bereich Social Media, der früher von mehreren Digitalagenturen betreut wurde, inzwischen konsolidiert. Wie erst jetzt bekannt wurde, verantwortet Buddybrand bereits seit Anfang 2019 als Leadagentur die globale Social-Media-Strategie des Autobauers. Zudem soll die digitale Kreativagentur aus Berlin Content für die europäischen Märkte produzieren.

Der Etatvergabe ging ein Pitch voraus, an dem nach Informationen von HORIZONT Online vier weitere Agenturen teilgenommen haben. Dass am Ende Buddybrand das Rennen machte, begründet Denise Heinermann-Bieler, die für Smart zuständige Marketing-Managerin bei Daimler, damit, dass Daimler einen Partner gesucht habe, der ein sehr gutes Verständnis für die Social Media Kanäle und gleichzeitig ein hohes Markenverständnis mitbringe. "Buddybrand hat eine Social-First-Konzept entwickelt, das auf einem tiefen Verständnis für die Zielgruppe basiert und diese aktivieren und begeistern soll", sagt Heinermann-Bieler. 


Im Mittelpunkt der von Buddybrand entwickelten Strategie stehen vor allem Lifestyle-Inhalte, die den Fahrspaß dokumentieren sollen. Auf die typischen Hochglanzbilder will man bei einer Zielgruppe, für die umfassende urbane Mobilitätslösungen und nachhaltige Technologien wichtiger sind als der Besitz eines Autos, dagegen verzichten. "Wir wollen über die Lebenswelten an die Menschen heran und erst im zweiten Schritt mit Car Shots und Argumenten überzeugen. Die Zielgruppe soll verstehen, wie Smart ein Teil ihres Lebens werden kann, indem die Marke einen Beitrag zu ihrer Mobilität leistet", sagt Lars Stark, Geschäftsführer Kreation bei Buddybrand. Der Auftrag gilt nach Informationen von HORIZONT Online zunächst für 2019. Ende des Jahres will man sich offenbar zusammensetzen, um über einen mögliche Verlängerung zu sprechen. mas
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