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DDB startet für die Deutsche Telekom die Agenturmarke 480 Hz

Telekom-Manager Michael Schuld arbeitet künftig mit 480 Hz zusammen
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Telekom-Manager Michael Schuld arbeitet künftig mit 480 Hz zusammen
Die DDB-Gruppe richtet die Zusammenarbeit mit dem Großkunden Deutsche Telekom im Bereich Handelsmarketing und Aktivierung neu aus. Die bislang für diesen Bereich zuständige Agentur Kapacht in Bonn wird aus der bisherigen Struktur herausgelöst und als eigenständiges Angebot unter dem Namen 480 Hz positioniert. Die Geschäfte der fast 90 Mitarbeiter starken Firma führt René Hanhardt. Der 41-Jährige war bislang stellvertretender Standortleiter des Bonner Büros von Kapacht.
Michael Schuld, Leiter Kommunikation und Vertriebsmarketing Telekom Deutschland, erwartet sich von dem Schritt eine noch engere Anbindung und schnellere Prozesse. "Wir brauchen ein Modell, bei dem Inhalte schnell entwickelt und mit hohen Qualitätsstandards umgesetzt werden können", so Schuld. In der neuen Aufstellung soll 480 Hz die Rolle einer Content Factory übernehmen, in der nicht nur Inhalte entwickelt, sondern mit deren Hilfe auch die in den verschiedenen Bereichen des Konzerns vorhandenen Themen koordiniert werden.


Zur Wahrheit dürfte aber ebenso gehören, dass die neuen Anforderungen und wohl nicht zuletzt die Konditionen des Kunden für Kapacht eine Fortsetzung des bisherigen Modells nur schwer zugelassen haben. So soll die Agentur zwar weiterhin eng auf den Großkunden zugeschnitten, aber nicht dauerhaft exklusiv für die Telekom tätig sein. Vielmehr ist geplant, auch andere Auftraggeber zu betreuen – zum Beispiel solche, die mit dem Telko-Riesen kooperieren. Erste Gespräche werden wohl bereits geführt, noch ist aber nichts spruchreif. Das Geschäftsmodell von Kapacht sieht dagegen vor, nur für einen Kunden pro Büro zu arbeiten. Die von Andreas Poulionakis und Klaus Burghauser geführte Agentur betreut Volkswagen (Berlin, Wolfsburg) und Seat (Frankfurt).

Von der geplanten Öffnung von 480 Hz erhoffen sich Agentur und Kunde nicht zuletzt mehr Attraktivität für neue Talente. "Wir sind davon überzeugt, dass alle davon profitieren, wenn Kreative über den Tellerrand schauen und nicht nur im eigenen Saft schmoren", sagt Dennis May, CCO der deutschen DDB-Gruppe, der bei der Omnicom-Tochter ein wichtiger Ansprechpartner für die Telekom ist. mam


Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 13/2019 vom 28. März
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