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WPP-Chef Mark Read ordnet Home Office an
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WPP schickt - wo möglich - alle Mitarbeiter ins Home Office

WPP-Chef Mark Read ordnet Home Office an
Die britische Werbeholding WPP stellt wegen der Corona-Krise die Arbeitsweise um. Wo immer es möglich ist, sollen die Mitarbeiter ins Home Office gehen. Eine entsprechende Richtlinie hat Konzernchef Mark Read am Wochenende per E-Mail an alle Mitarbeiter verschickt. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 130.000 Leute.
von Mehrdad Amirkhizi Montag, 16. März 2020
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In dem Schreiben werden neben der Anordnung, überall da, wo es möglich ist, von zu Hause zu arbeiten, auch die Reiserichtlinien verschärft. Flugreisen sind ohne die Genehmigung des jeweiligen CEOs nicht mehr erlaubt. Diese soll aber, außer in dringenden Ausnahmefällen, grundsätzlich nicht mehr erteilt werden. Gleichzeitig betont der WPP-Chef, dass die Agenturen ihre Geschäftstätigkeit fortsetzen und geöffnet bleiben - es sei denn, die Behörden vor Ort ordnen etwas anderes an. Die Erfahrungen in China und Italien hätten gezeigt, dass man auch unter den veränderten Umständen effektiv arbeiten und sogar Neugeschäft gewinnen kann, so Read.


Zu der Holding gehören Agenturnetworks wie Ogilvy, Grey, Wunderman Thompson, VMLY&R und die Mediaagenturverbund Group M. In Deutschland kommen noch Marken wie Scholz & Friends (seit kurzem unter dem Dach von VMLY&R), Thjnk, Hirschen Group und Syzygy dazu. Grey Germany hat bereits am Freitag, also noch vor der offiziellen Richtlinie der Muttergesellschaft, entschieden, dass die Mitarbeiter ab dieser Woche von zu Hause aus arbeiten sollen. "Wir haben unsere Leute seit Mittwoch letzter Woche technisch und mental darauf vorbereitet. Die Stimmung ist gut, sehr kollaborativ und die Mitarbeiter passen sich sehr gelassen und ruhig der neuen Situation an", sagt CEO Jahn-Philipp Jahn. Auch bei Wunderman Thompson arbeiten laut CEO Larissa Pohl inzwischen fast alle deutschen Mitarbeiter im Home Office. Bei Thjnk hat man ebenfalls weitgehend in den "Remote Working Modus" umgeschaltet, ebenso bei der Hirschen Group.

Bei Publicis Deutschland gilt nach Auskunft einer Sprecherin gleichfalls eine entsprechende Regelung, die im Wesentlichen Heimarbeit vorsieht. BBDO Germany teilt auf Anfrage mit, dass man über die einzelnen Standorte verteilt unterschiedliche Modelle umsetzt: Home Office, dezentrale Teams, aber auch die Möglichkeit, weiter aus dem Büro zu arbeiten. Bei Dentsu Aegis Network arbeiten seit Donnerstag voriger Woche alle Mitarbeiter in Deutschland von zu Hause. mam
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