Cannes Lions 2019

So viel geben die deutschen Teilnehmer für ihre Einreichungen aus

© Cannes Lions
Ab Montag trifft sich die Kreativwelt zum 66. Mal beim International Festival of Creativity in Cannes. Jetzt haben die Veranstalter die wichtigsten Zahlen zu dem Kreativwettbewerb bekanntgegeben: Insgesamt 30.953 Arbeiten haben die Teilnehmer aus 89 Ländern in diesem Jahr eingereicht - im Vorjahr waren es noch 32.372. Entsprechend sind auch die Ausgaben der Agenturen weiter gesunken. Auch nach der Awardpause von Publicis geht der Trend der Agenturen dahin, ihre Ausgaben für die Awardshows zurückzufahren.
Veranstalter Ascential kommt allerdings trotzdem noch ganz gut weg: Nur mit den Einsendungen erzielt das britische Unternehmen die stolze Summe von rund 25 Millionen Euro (berechnet aus dem Mittelwert der verschiedenen Einreichungsgebühren - Early Bird bis Late Entry). Die deutschen Teilnehmer haben im Jahr der turnusmäßigen Awardpause von Jung von Matt deutlich weniger Arbeiten eingereicht als noch 2018. Während es im vergangenen Jahr noch 1752 Einsendungen aus Deutschland gab, sind es 2019 nur 1294. Das entspricht einem Minus von satten 26 Prozent. Laut Berechnungen von HORIZONT Online haben die deutschen Teilnehmer dieses Jahr etwa eine Million Euro an Einsendegebühren bezahlt.
Die Einreichungskosten bei den Cannes Lions
Die günstigsten Einsendungen bei den Cannes Lions starten bei 555 Euro (Early Bird für Kategorien wie Radio & Audio / Design / Direct / Brand Experience & Activation), die teuersten kosten 1885 Euro (Late Entry für für Titanium & Creative Effectiveness). Für die Einsendung von einem Werbefilm werden je nach Einreichungsphase zwischen 865 und 1225 Euro fällig.
In diesem Jahr gibt es zudem zwei neue Kategorien: die Creative Strategy Lions sowie die Entertainment Lions for Sport. Die Veranstalter zeigen sich in beiden Feldern mit den Einreichungen von 848 beziehungsweise 702 Arbeiten zufrieden. Dazu verzeichnen die relativ jungen Kategorien Entertainment Lions und Entertainment Lions for Music einen Zuwachs von 11 Prozent. Stolz sind die Veranstaler auch darauf, dass die Wachstumsmärkte China (+5 Prozent) und Indien (+8 Prozent) ihre Einreichungen im Vergleich zu den anderen Ländern nicht zurückfahren, sondern immer stärker in den Awardzirkus investieren.


Dass die Film Lions bei vielen noch immer als die Königsdisziplin im Wettbewerb gelten, beweist die Tatsache, dass im 66. Jahr der Cannes Lions die Einreichungen in der Kategorie einmal mehr um 29 Prozent gestiegen sind. Auch die Kategorien Creative eCommerce Lions (+12 Prozent), Brand Experience & Activation Lions (+8 Prozent) und Digital Craft Lions (+9 Prozent) verzeichnen Wachstum. "Die Änderungen, die wir 2018 an der Awards-Struktur vorgenommen haben, haben zu einer Neuausrichtung der Cannes Lions geführt", sagt Chairman Philip Thomas. "Die Branche konzentriert sich stärker auf die Qualität ihrer Beiträge, damit alle in der Marketing- und Werbebranche, insbesondere Marken, ihre Ergebnisse mit den besten der Welt vergleichen können." tt/bu
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