Bilanzen

Publicis-Chef Arthur Sadoun ist zufrieden mit dem 3. Quartal

Publicis-Chef Arthur Sadoun kann mit Publicis wieder zulegen
© Arthur Delloye
Publicis-Chef Arthur Sadoun kann mit Publicis wieder zulegen
Die französische Werbeholding Publicis hat ihre Geschäftszahlen für das 3. Quartal vorgelegt. Die von CEO Arthur Sadoun geführte Gruppe meldet ein organisches Wachstum von 1,3 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Ohne das Geschäft von Publicis Health Solutions, von dem man sich trennen will, ergibt sich sogar ein Plus von 2,2 Prozent. Nach dem schwachen 2. Quartal ist das wieder eine spürbare Erholung. Für die ersten neun Monate des Jahres ergibt sich ein hauchdünnes organisches Wachstum von 0,2 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro.
"Das dritte Quartal 2018 war ein solides Quartal mit drei wichtigen Highlights: Erstens haben wir das organische Wachstum wie erwartet steigern können. Zweitens haben wir unsere starke Dynamik im Neugeschäft fortgesetzt. Und drittens haben wir unsere Transformation fortgeführt, um unseren Wettbewerbsvorteil weiter auszubauen", zeigt sich Konzernchef Sadoun zufrieden mit der Zwischenbilanz. Auf der Habenseite stehen unter anderem Etatgewinne von Cathay Pacific, Western Union, Nestlé und Mondelez. Erst vor kurzem konnte sich die Gruppe zudem den weltweiten Mediaetat von GSK sichern.


Auf regionaler Basis hat sich im 3. Quartal vor allem das Geschäft in Lateinamerika (plus 4,8 Prozent) und in Europa (plus 4,4 Prozent) dynamisch entwickelt. In Deutschland beträgt das Plus ein Prozent. In Nordamerika steht dagegen ein Minus von 0,6 Prozent in den Büchern. Zieht man die Belastungen durch Publicis Health Services (PHS) ab, konnte diese Region jedoch um ein Prozent zulegen. Publicis hat angekündigt, sich von der PHS (Outsourcing) zu trennen - nicht zu verwechseln mit der Agentursparte Publicis Health Solutions. Auf Neunmonatsbasis liegt das organische Wachstum in Europa nur noch bei 0,2 Prozent, in den USA bei minus 0,1 Prozent. Den größten Teil ihrer Umsätze erzielt die Holding mit Kunden aus dem Finanzbereich (17 Prozent), gefolgt von der Autoindustrie und "Non-Food Consumer Products" (beide 13 Prozent).

US-Wettbewerber Omnicom hatte seine Quartalszahlen Anfang der Woche präsentiert. Das Wachstum bei der Muttergesellschaft von Agenturen wie BBDO, DDB und TBWA fiel mit 2,9 Prozent höher aus als bei Publicis. Dennoch kommen auch die Zahlen des französischen Werbekonzerns am Kapitalmarkt gut an. Nach der Vorlage der Quartalsbilanz stieg der Aktienkurs am Donnerstagmorgen um mehr als 4 Prozent. mam
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