BBDO Germany

Peter Schmidt Group plant Büro in New York

Armin Angerer (l.) und Lucas Cottrell wollen das internationale Geschäft weiter ausbauen
© Peter Schmidt Group
Armin Angerer (l.) und Lucas Cottrell wollen das internationale Geschäft weiter ausbauen
Die Design- und Branding-Agentur Peter Schmidt Group aus der deutschen BBDO-Gruppe will eine Niederlassung in New York eröffnen. Die Pläne sind schon relativ weit vorangeschritten. Die Büroleitung soll eine Mitarbeiterin der Schwesteragentur BBDO New York übernehmen. Ob es tatsächlich zu dem Schritt kommt, hängt aber davon ab, was aus der geplanten Konzernfusion von Agenturkunde Linde und Praxair wird.
Die beiden Industriegasehersteller warten derzeit auf die Freigaben für ihren rund 60 Milliarden US-Dollar schweren Deal. Von der EU-Kommission kam Anfang der Woche grünes Licht, allerdings unter Auflagen. Noch schwieriger dürfte es werden, das Okay von der US-Wettbewerbsbehörde FTC zu bekommen. Sie hat bereits Nachbesserungen verlangt. Sollten diese zu Umsatz- und Ertrageinbußen über ein bestimmtes Maß hinaus führen, könnte die Fusion noch abgeblasen werden. Dann dürfte sich auch das Büro der Peter Schmidt Group in New York, das sich im Wesentlichen um Linde/Praxair kümmern sollte, kaum noch lohnen.


Einen Großauftrag für die Agentur gibt es dagegen aus Japan. Die Zentrale von Panasonic hat das Team um die beiden Chefs Armin Angerer und Lucas Cottrell mit einem weltweiten Markenprojekt beauftragt. Ziel ist es, die Geschäfte im B-to-B-Bereich - hier erzielt der Konzern bereits rund 60 Prozent seiner Umsätze - weiter anzukurbeln. Die Peter Schmidt Group betreibt seit längerem ein Büro in Tokio. Zudem gibt es neben dem Stammsitz in Hamburg Niederlassungen in Frankfurt, Düsseldorf und München. Die dortige Filiale für Linde wurde vor kurzem zu einem eigenständigen Büro mit zwölf Mitarbeitern ausgebaut.

Für das laufende Jahr rechnen die Verantwortlichen mit Wachstum. So wirkt sich beispielsweise das im vorigen Herbst gewonnene Mandat der Deutschen Bahn 2018 erstmals komplett aus. Das vorige Geschäftsjahr hat die Peter Schmidt Group mit einem Umsatzrückgang von rund 5 Prozent auf 25,25 Millionen Euro abgeschlossen. Auf das Geschäftsfeld Corporate Design/Corporate Identity entfallen davon 13,2 Millionen Euro. Den Rückgang begründet Managing Partner Angerer mit dem Wegfall der 2016 einmalig für die Umstellung der Zigarettenpackungen von Großkunde ITG (Reemtsma) auf das neue "Schockbild"-Design erzielten Umsätze. mam


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