B2B-Matching-Plattformen

Agenturmatching und Sortlist schließen sich zusammen

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Die Gründer von Agenturmatching und Sortlist in einer Videokonferenz
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Die Gründer von Agenturmatching und Sortlist in einer Videokonferenz
It's a match! So heißt es nicht nur auf der Datingplattform Tinder, sondern auch bei den beiden B2B-Matching-Plattformen Agenturmatching und Sortlist, die sich zusammenschließen und künftig gemeinsame Wege gehen. Ziel des Mergers ist der Aufbau der europaweit größten Matchingplattform im Werbe- und Marketingbereich. Konkret hat das belgische Unternehmen Sortlist den Münchner Anbieter übernommen. Agenturmatching bleibt als eigenständige Marke im deutschen Markt jedoch bestehen. Die beiden Dienstleister steigen laut eigenen Angaben mit einem monatlichen Projektvolumen von 35 Millionen Euro zum europäischen Marktführer in ihrem Segment auf.
Der Zusammenschluss der beiden Unternehmen ergibt vor allem deshalb Sinn, weil ihr Geschäftsmodell nahezu identisch ist. Auftraggeber - darunter große Unternehmen wie Unilever, H&M, BBC und Walt Disney - erhalten über einen ausgefeilten Matching-Algorithmus Agenturen vorgeschlagen, die zu ihren vorher definierten Projekten passen und können direkt mit diesen Kontakt aufnehmen. Agenturen zahlen eine monatliche Gebühr und mussten bisher Provision bei Vertragsschluss mit über die Plattformen gewonnenen Neukunden entrichten. In Zukunft wird Agenturmatching sich jedoch einer entsprechenden Initiative von Sortlist anschließen und keine Provision mehr erheben. So wolle man Agenturen in den wirtschaftlich schweren Zeiten der Corona-Krise stärken.


Die technologische Plattform von Agenturmatching bleibt ebenso bestehen wie der Name, soll allerdings sukzessive an die höher entwickelte Matching-Technologie von Sortlist angebunden werden. "Für unsere Agenturen hat dieser Weg nur Vorteile", erklärt Axel Roitzsch, Mitgründer von Agenturmatching. "Sie werden künftig auf beiden Plattformen vertreten sein, erhalten direkten Zugang zu Kunden aus dem gesamten europäischen Markt, sowie die doppelte Sichtbarkeit durch kombiniertes SEO." Sortlist-Mitgründer Nicolas Finet ergänzt: "Das Team von Agenturmatching hat einen hervorragenden Job gemacht und eine starke Plattform etabliert. Wir sind froh, statt harte Konkurrenten zu sein, nun alle Kräfte bündeln können und damit ein win-win-win zu schaffen."

Agenturmatching wurde 2015 in München gegründet und bringt über 300 zahlende Agenturkunden in den Zusammenschluss mit ein, darunter die Serviceplan Group, FischerAppelt und Thjnk. Der Kundenstamm von Sortlist wächst damit europaweit auf über 1000 Agenturen an - hinzu kommen knapp 80.000 Agenturen, die die kostenlosen Services der Plattformen nutzen. Alle Mitarbeiter von Agenturmatching bleiben trotz der Übernahme an Bord. Über die Konditionen des Deals vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen. tt
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