Aus nach über 30 Jahren

Peugeot trennt sich von Havas und setzt künftig auf Omnicom

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Peugeot wechselt die Agentur
© PSA
Peugeot wechselt die Agentur
Der französische Autobauer Peugeot tauscht seinen internationalen Agenturpartner aus. Nach über 30 Jahren Zusammenarbeit mit dem ebenfalls französischen Havas-Network hat sich die PSA-Marke für einen Wechsel zu US-Wettbewerber Omnicom entschieden. Die Werbeholding baut für den neuen Kunden unter dem Namen O.P.EN (Omnicom for Peugeot Engine) eine Exklusiv-Einheit auf.
Die Unit soll Zugriff auf alle benötigten Ressourcen aus dem weltweiten Omnicom-Netzwerk haben. Je nach Aufgabe und Projekt werden dabei Experten aus den Bereichen Marketing Intelligence, Strategie, Kreation, Technologie, Innovation und Activation zum Einsatz kommen. "Durch die Nutzung der besten Talente und effizientesten Technologien von Omnicom, wo auch immer sie sich befinden, wird Peugeot von einem neuen integrierten und international ausgerichteten Agenturmodell profitieren", sagt Thierry Lonziano, Marketing & Communications Director beim Auftraggeber. Die Agenturauswahl wurde vom Pariser Büro der Pitchberatung The Observatory International begleitet.


Das Nachsehen hat der bisherige Etathalter Havas. Das französische Network war mehr als 30 Jahre für den Kunden tätig. Erst vor einigen Jahren hatte man die Flaggschiffagentur BETC zur Leadagentur von Peugeot gemacht. Seither schien sich die Zusammenarbeit verbessert zu haben, sodass man bei Havas eigentlich gehofft hatte, das Mandat halten zu können. Keine Auswirkungen auf die bestehende Zusammenarbeit soll die jetzige Entscheidung für den Etat der Schwestermarke Citroen haben, der ebenfalls von Havas betreut wird.

Wie Omnicom die neue Einheit O.P.EN im deutschen Markt verankern wird, ist noch nicht bekannt. Der Stabwechsel soll zum 1. Januar 2021 erfolgen. Bis dahin bleibt der aktuelle Etathalter Havas in Düsseldorf an Bord. Dort arbeiten derzeit knapp 10 Leute für die Marke Peugeot. Für sie sollen bis zum Jahresende neue Aufgaben in der Gruppe gefunden werden. Das dürfte angesichts der aktuell schwierigen Marktsituation allerdings nicht ganz einfach werden. Havas Deutschland profitiert jedoch davon, dass noch vor der Corona-Krise ein größeres Mandat von Huawei gewonnen werden konnte. mam
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