Aus für Rosa & Leo

FAZ-Gruppe übernimmt Content-Marketing- und Digital-Agentur 3st

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Die FAZ kauft sich eine Content-Marketing-Agentur
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Die FAZ kauft sich eine Content-Marketing-Agentur
Die FAZ-Gruppe stellt sich in den Bereichen Content Marketing und digitale Kommunikation stärker auf. Eigenen Angaben zufolge ist das Frankfurter Medienhaus über ihre Tochter FAZIT Communication mehrheitlich bei der Mainzer Content-Marketing- und Digital-Agentur 3st eingestiegen. Die Übernahme der gut 80 Mitarbeiter starken Agentur, die für Kunden wie ARD, Merck, Symrise und Volkswagen arbeitet, bedeutet gleichzeitig das Aus für die Inhouse-Agentur Rosa & Leo. Nach Informationen von HORIZONT wird die im Herbst 2018 gegründete Digitalagentur in der Marke 3st aufgehen.
Zu Details, etwa zur Höhe der erworbenen Anteile und zu den finanziellen Eckdaten, äußert sich die FAZ nicht. "Dazu wurde Stillschweigen vereinbart", heißt es aus der Frankfurter Hellerhofstraße. Umso mehr Infos gibt es zu den Perspektiven, die der Deal aus Sicht des Medienhauses bietet. "3st und FAZIT Communication eint der hohe Anspruch an die inhaltliche, konzeptionelle und gestalterische Exzellenz in der Umsetzung wirkungsvoller Kommunikation. Wir freuen uns über die ideale Verstärkung durch 3st und die Marktchancen, die sich mit der neuen Aufstellung eröffnen", sagt Hannes Ludwig, Geschäftsführer bei FAZIT Communication, der Content-Marketing-Tochter der FAZ-Gruppe. Ziel der Übernahme sei es, sowohl das Leistungsangebot als auch das Kundenportfolio im wachsenden Markt für Content Marketing deutlich ausbauen.

Durch die  Übernahme wird sich einiges ändern - bei 3st wie bei der FAZ-Gruppe. Zwar bleiben die geschäftsführenden Gesellschafter von 3st, Thilo Breider, Florian Heine und Marcel Teine, an Bord. Auch an der Marke 3st und am Standort Mainz wird nicht gerüttelt. Allerdings wird die Digitaltochter 3st digital im Zuge der Akquisition nun in 3st integriert. Dies wird damit begründet, dass digitale Kommunikation bei der Agentur ohnehin schon lange in den Fokus gerückt sei - und dass eine Trennung keinen Sinn mehr ergebe. Vom neuen Mehrheitsgesellschafter erhofft sich das 3st-Management deutliche Impulse. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit FAZIT Communication, denn sie ermöglicht unseren Kunden Zugang zu erweiterten Kommunikations- und Beratungsleistungen, um ihre Marke im digitalen Zeitalter weiter zu stärken. Gemeinsam sind wir in der Lage, neue Projektdimensionen zu erschließen", glaubt 3st-Chef Breider.

Die FAZ wiederum nimmt die Übernahme zum Anlass, ihre eigenen Ambitionen beim Aufbau einer Digitalagentur zu beerdigen. Nach Informationen von HORIZONT wird Rosa & Leo nicht mehr als eigenständiger Dienstleister fortgeführt. Stattdessen wird die Ende 2018 gegründete Digitalagentur, bei der bereits 2019 die Gründungsgeschäftsführerin Susanne Busshart von Bord ging und die damals neu ausgerichtet wurde, in der Marke 3st aufgehen. mas
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