Agenturmodelle

Renault, Publicis und OMD bündeln Kräfte im Marketing

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Die Einheit Voilá soll internationale Kampagnen für Renault und Dacia entwickeln
© Renault
Die Einheit Voilá soll internationale Kampagnen für Renault und Dacia entwickeln
Dass eine Agenturgruppe für einen großen internationalen Kunden maßgeschneiderte Einheiten schafft, an der mehrere Tochterfirmen beteiligt sind, ist inzwischen nichts Ungewöhnliches mehr. Was jetzt bei Renault passiert, geht aber noch einen Schritt weiter. Der französische Autobauer legt sein zentrales Marketingteam mit Einheiten seiner Agenturen Publicis (Kreation) und OMD (Media) zusammen.
Durch diese Maßnahme soll eine übergreifende Plattform namens "Voilá" entstehen, die alle globalen und europäischen Kampagnen für die Marken Renault und Dacia entwickelt. Bei Voilá arbeiten rund 200 Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen. Das Besondere dabei: Die beteiligten Dienstleister gehören zu verschiedenen Werbeholdings. Publicis ist Teil des gleichnamigen französischen Konzerns, OMD ein Ableger von US-Wettbewerber Omnicom.


Mit dem neuen Modell verbindet der Autobauer den Anspruch, von Massenwerbung zu einem stärker individualisierten Marketingansatz überzugehen. "Die Herausforderungen für unser Marketing bestehen darin, Kundenbindung und starke Marken zu schaffen. Mit der neuen kollaborativen Plattform Voilà werden wir den Erwartungen der Verbraucher näher kommen", sagt Xavier Martinet, SVP, weltweiter Marketingleiter beim Renault-Konzern.

Auf den deutschen Markt hat das neue Modell laut Auskunft von Christian Rätsch, hiesiger CEO der Publicis-Tochter Saatchi & Saatchi, keine Auswirkungen. Er betreut mit seiner Agentur die Werbung von Renault und Dacia in Deutschland. Etwa die Hälfte der Aufgaben besteht in der Adaption zentral entwickelter Kampagnen, die andere Hälfte sind lokale Maßnahmen. mam
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