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Oguz Yilmaz erweitert Geschäft mit GIF-Kampagnen

Whylder-Mitgründer Oguz Yilmaz
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Whylder-Mitgründer Oguz Yilmaz
Auf Twitter, Instagram und Snapchat sind sie kaum noch wegzudenken: kleine animierte Bilder, auch GIFs genannt. Immer häufiger finden sie auch in der werblichen Kommunikation Anwendung. Die Social-Media-Agentur des Ex-Youtubestars Oguz Yilmaz geht nun nach einer erfolgreichen Premierenkampagne für "Germany's Next Topmodel" in die GIF-Offensive.
Spätestens, seitdem Instagram und Snapchat vor wenigen Monaten das Versenden von GIFs in Stories erlauben, erlebt das mehr als 30 Jahre alte Grafikformat wieder so etwas wie ein kleines Revival. Die kleinen animierten Bilder gehören zu den am meisten genutzten Features in den Story-Bereichen der beiden sozialen Netzwerke, ebenso in Twitter-Postings. Das technisch veraltete Bildformat hat gegenüber Videos einen entscheidenden Vorteil: Die animierten Bilder sind kleiner und können problemlos von Smartphone-Nutzern angeschaut werden, die auf ihr Datenguthaben achten müssen.

Die Kölner Kreativagentur Whylder, die 2015 vom Ex-Youtubestar Oguz Yilmaz und dem Endemol-Beyond-Manager Lukas Schneider gegründet wurde und sich auf Social-Media-Marketing spezialisiert hat, ist von dem derzeitigen GIF-Hype offenbar so angetan, dass sie sich nun dazu entschlossen hat, das Geschäft mit diesem Format deutlich auszuweiten. Das kündigte Yilmaz vergangene Woche auf Linkedin an. Ausschlaggebend für diesen Schritt war laut Yilmaz die Social-Media-Kampagne, die Whylder im Mai für die TV-Sendung "Germany's Next Topmodel" aus dem Ärmel schüttelte (HORIZONT berichtete). In der Finalwoche der Show hatten die Kreativen GIFs von den 20 erstplatzierten Models erstellt und diese zum Versenden für alle Nutzer auf Instargram und Snapchat zur Verfügung gestellt. Innerhalb weniger Tage sollen die GIFs 32 Millionen Views generiert haben, heißt es.

Daraufhin hätten bei Yilmaz weitere Unternehmen angeklopft, die Interesse an ähnlichen GIF-Kampagnen haben. Erfolg verspricht Yilmaz auch ohne bekannte Influencer wie bei dem Case mit den "GNTM"-Models: Firmeneigene GIFs aus der Feder von Whylder hätten ohne bekannte Gesichter in weniger als 30 Tagen über 120 Millionen Views erreicht. Whylder wirbt damit, entweder bereits bestehende Firmen-GIFs für die Verwendung in Instagram- und Snapchat-Stories aufzubereiten, dreidimensionale Logos und Animationen zu konzipieren und zu erstellen sowie neue GIFs mit Viral-Potenzial zu entwickeln und zu produzieren.

Die kleinen animierten Formate waren zuletzt allerdings in die Kritik geraten, weil ein rassistisches Bild in der Bibliothek des Anbieters Giphy aufgetaucht war. Sowohl Snapchat als auch Instagram greifen für ihre GIF-Funktion auf die Inhalte von Giphy zurück. Die sozialen Netzwerke pausierte daraufhin die Zusammenarbeit mit der Plattform, bis die Ursache für den Fehler ausfindig gemacht wurde. Seit April ist die Funktion wieder verfügbar. ron


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