Werbeholdings

Omnicom bündelt das Geschäft seiner Designagenturen

Auch Omnicom-Chef John Wren bastelt an den Holding-Strukturen
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Auch Omnicom-Chef John Wren bastelt an den Holding-Strukturen
Nachdem die großen Werbeholdings jahrelang bemüht waren, ihr Firmenportfolio immer weiter zu vergrößern, gibt es seit einiger Zeit eine Gegenbewegung: Konsolidierung, Bündelung und die Vereinfachung von Strukturen haben Hochkonjunktur. Nicht nur Marktführer WPP, dessen CEO Martin Sorrell vor kurzem zurückgetreten ist, versucht, das reichlich verzweigte Firmennetzwerk zu entflechten. Auch die anderen Holdings überprüfen ihre Aufstellung.
Jüngste Nachricht: US-Werbekonzern Omnicom schafft einen gemeinsamen Verbund für seine Branding- und Designagenturen. Ab sofort agieren die Firmen Interbrand, Wolff Olins, Hall & Partners, C-Space, Our Creative, Siegel + Gale und Sterling Brands unter dem Dach der neu formierten Brand Consulting Group. Sie wird vom früheren DDB-Chef Chuck Brymer als Chairman geführt. Der bisherige Finanzchef von Interbrand Mark O'Brien wird Chief Operating Officer. "Wir haben unsere Organisationsstruktur und unsere Serviceangebote vereinfacht, um sicherzustellen, dass unsere Kundenteams aus den besten Mitarbeitern bestehen, unabhängig davon, in welcher Agentur sie sitzen oder wo sie sich befinden", sagt Omnicom-Chef John Wren zu dem Umbau.


Anders als Wettbewerber WPP, der Anfang des Jahres fünf Designagenturen zum neuen Netzwerk Superunion verschmolzen hat, sollen bei Omnicom die beteiligten Firmen weiterhin eigenständig agieren und ihre Markennamen behalten. Es soll aber eine enge Koordination und Zusammenarbeit geben. Erst Ende vorigen Jahres hatten die Designagentur Interbrand und die Werbeagentur DDB verkündet, dass sie künftig enger kooperieren wollen.

Omnicom hat Anfang der Woche die Zahlen für das 1. Quartal 2018 veröffentlicht. Demnach stieg der weltweite Umsatz auf 3,63 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem organischen Wachstum von 2,4 Prozent. Zudem wurde vor kurzem bekannt, dass CEO John Wren im kommenden Jahr auch den Chairman-Posten übernehmen soll, wenn der bisherige Amtsinhaber Bruce Crawford abtritt. mam

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