Werbeholdings

Interpublic senkt die Prognose

Interpublic-Chef Michael Roth
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Interpublic-Chef Michael Roth
Die Aussichten für die Werbekonjunktur bleiben trübe. Jetzt hat auch die US-Holding Interpublic, Muttergesellschaft von Agenturnetzwerken wie McCann, FCB, Initiative und UM, ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2017 gesenkt. Bislang gingen Beobachter für die von CEO Michael Roth geführte Gruppe von einem Umsatzwachstum von bis zu 3 Prozent aus. Jetzt wird deutlich: Diesen Wert wird die Gruppe nicht halten können.
Für den Zeitraum Juli bis September meldet Interpublic (ohne Währungseffekte und Zukäufe) einen Zuwachs von 0,5 Prozent. Für die ersten neun Monate ergibt sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 1,1 Prozent auf 5,54 Milliarden US-Dollar (4,71 Milliarden Euro). Dabei entwickelte sich das Geschäft im traditionell starken US-Heimatmarkt besser als in anderen Weltregionen. Trotz der wenig dynamischen Zuwachsraten beim Umsatz kann Interpublic den Gewinn weiter steigern. Im 3. Quartal erzielte die Gruppe eine operative Marge von 11,5 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 10,8 Prozent.



Weniger positiv fällt allerdings der Ausblick von CEO Roth aus. Für das Gesamtjahr rechnet er jetzt nur noch mit einem Umsatzwachstum zwischen einem und 2 Prozent. Am Kapitalmarkt kam diese Prognose schlecht an. Die Aktien von Interpublic verloren nach der Vorlage der Quartalsbilanz mehr als 6 Prozent an Wert. Auch Wettbewerber Publicis hatte zuletzt die Erwartungen von Analysten und Beobachtern enttäuscht. Nächste Woche präsentiert Marktführer WPP seine Zahlen für das 3. Quartal. mam
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