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Drittes Quartal schwächer als erwartet / Umsatz in Deutschland schrumpft

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Publicis-Chef Arthur Sadoun verzichtet weiter auf eine konkrete Wachstumsprognose für 2017
© Arthur Delloye
Publicis-Chef Arthur Sadoun verzichtet weiter auf eine konkrete Wachstumsprognose für 2017
Die französische Werbeholding Publicis hat die Zahlen für das 3. Quartal vorgelegt. Diese fallen schwächer aus als von Beobachtern erwartet. Auf organischer Basis, also ohne Zukäufe und Währungseffekte, konnte die Gruppe den Umsatz um 1,2 Prozent steigern. Für die ersten neun Monate ergibt sich ein hauchdünner Zuwachs von 0,3 Prozent auf 7,11 Milliarden Euro.
Gute Nachrichten kommen aus dem US-Markt. Hier konnte Publicis den Umsatz um 3 Prozent steigern. Weniger gut lief es dagegen in Europa, wo ein Minus von 1,5 Prozent in der Quartalsbilanz steht. Zu der in dieser Region wenig erfreulichen Entwicklung hat nicht zuletzt der deutsche Markt beigetragen, wo Publicis 5 Prozent seiner Umsätze verloren hat. Zum Teil deutlich besser schneiden Frankreich (+2,4 Prozent), Großbritannien (+6,2 Prozent) und Italien (+8,8 Prozent) ab.


Für mehr Besorgnis als die konkreten Zahlen sorgte bei Analysten aber offenbar, dass Publicis weiterhin keinen konkreten (und positiven) Ausblick für das Gesamtjahr gibt. CEO Arthur Sadoun sprach bei einer Telefonkonferenz lediglich davon, dass man an dem Ziel festhalte, stärker zu wachsen als die Wettbewerber und der Marktführer für Marketing- und digitale Business-Transformation zu werden. Die Börse reagierte enttäuscht. Die Publicis-Aktien verloren mehr als 5 Prozent an Wert.

Das Unternehmen steckt seit Anfang 2016 in einem tiefgreifenden Umbauprozess. Der damalige CEO und heutige Aufsichtsratschef Maurice Lévy hat dem Konzern - Muttergesellschaft von Agenturmarken wie Publicis Worldwide, Leo Burnett, Saatchi & Saatchi, Sapient Razorfish, Starcom und Zenith - eine Vier-Säulen-Struktur verordnet. Zuletzt wurde die Data-Einheit "Publicis Spine" vorgestellt. mam
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