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Stefan Setzkorn führt Honey
Alexander Hildenberg
Prestigeträchtiger Neukunde

Honey gewinnt Carlsberg-Etat

Stefan Setzkorn führt Honey
Im Oktober 2016 gründeten Kolle Rebbe und Territory die Content-Campaigning-Agentur Honey. Seitdem lautet die Frage: Hat Honey das Zeug, sich als feste Größe in der Branche zu etablieren? Immerhin: Mit Carlsberg gibt Agenturchef Stefan Setzkorn jetzt einen renommierten Neukunden bekannt.
von Jürgen Scharrer Donnerstag, 01. März 2018
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Honey verantwortet für die dänische Biermarke die Bereiche Content, klassische Werbung, Digital, PR und Social Media. Außerdem adaptiert sie die internationale Kampagne "The Danish Way" mit Schauspieler Mads Mikkelsen für den deutschen Markt. Im Zentrum steht hierzulande aber das Konzept "Copenhagenspirit", das sich durch alle Maßnahmen ziehen soll. Geplant ist ein "365-Tage-Grundrauschen" sowie Highlights zu bestimmten Anlässen. Honey habe im Pitch "neben einer durchdachten Contentstrategie außergewöhnlich kreative Ideen präsentiert und ein konsistentes Markenverständnis bewiesen", begründet Nadine Morawe, Senior Brand Managerin von Carlsberg in Hamburg, die Entscheidung für Honey.
Honey kommt mit der dänischen Brauerei Carlsberg ins Geschäft
© Honey/Carlsberg
Honey kommt mit der dänischen Brauerei Carlsberg ins Geschäft
HORIZONT Online sprach mit Honey-Chef Stefan Setzkorn über die aktuelle Entwicklung der Agentur. Setzkorn kam im Frühjahr 2017 zu Honey und arbeitete davor unter anderem für Euro RSCG, DDB, Scholz & Friends und zuletzt Track.

Herr Setzkorn, wie läuft es bei Honey aktuell? Toll. Wir sind sehr gut unterwegs und werden für eine Agentur unserer Größe ungewöhnlich häufig zu großen Pitches und Chemistry-Meetings angefragt. Und das ist ja auch unser Anspruch: Wir wollen große Marken führen. Dafür braucht es aber auch Marketingentscheider, die den nötigen Mumm haben, mit einer jungen Agentur zu arbeiten, die einen wirklich neuen Ansatz verfolgt.

Wie gut klappt das schon? Es gibt sicher Kunden, die sich fragen, ob wir nicht zu klein sind, um wirklich große Etats stemmen zu können - obwohl wir Kolle Rebbe und Territory im Rücken haben. Aber wie gesagt: Wir sind in vielen Gesprächen und sehr optimistisch, dass es weiter gut vorangeht. Wir haben ja auch schon eine ganze Reihe von renommierten Kundenwie Bosch, 25hours Hotel, Deutsche Bank, Lemonaid und jetzt auch Carlsberg. Die Richtung stimmt, es geht voran.
„Wir wollen große Marken führen. Dafür braucht es aber auch Marketingentscheider, die den nötigen Mumm haben, mit einer jungen Agentur zu arbeiten, die einen wirklich neuen Ansatz verfolgt.“
Stefan Setzkorn
Gibt es Synergien mit Territory? Auf jeden Fall. Territory arbeitet sehr stark journalistisch und themenbasiert, das ist eine ganz andere Arbeitsweise als in klassischen Werbeagenturen. Schneller und inhaltlicher. Das hat einen guten Einfluss auf Honey. Ein besonders gutes Beispiel ist für mich der Kunde Bosch. Hier arbeiten wir inzwischen in vielen unterschiedlichen Bereichen, das könnte eine reine Content- oder reine Kreativagentur so gar nicht abdecken. Diese Kombination, also das Beste aus zwei Welten anzubieten, ist die eigentliche Idee hinter Honey.

Wie groß ist Honey aktuell? Wir haben 15 feste Mitarbeiter und arbeiten kollaborativ mit vielen Freien und Expertenzusammen - und natürlich bei Bedarf mit Kolle Rebbe und Territory.

Haben Sie Ihren Wechsel von Track zu Honey schon mal bereut? Nein, überhaupt nicht. Was ich aber festgestellt habe: Es ist genauso mühsam, eine 15-Mann-Agentur auf die Beine zu stellen wie eine 200-Mann-Agentur umzudrehen. Aber genau das macht ja auch Spaß. js


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