Nach 17 Jahren

Leagas Delaney muss Škoda-Etat an Thjnk abgeben

Der Škoda-Pitch ist beendet
© Škoda
Der Škoda-Pitch ist beendet
Bittere Niederlage für Leagas Delaney: Die Hamburger Agentur verliert nach 17 Jahren ihren Kunden Škoda an den Wettbewerber Thjnk. 2001 hatte Leagas Delaney das erste Projekt für den Kunden realisiert, wurde schließlich zum festen Partner für den deutschen Markt und gewann 2006 sogar das internationale Mandat. Das musste sie allerdings 2014 an Fallon abgeben. Was blieb, war der Etat für Škoda Deutschland, der sich nun auch schon seit mehr als einem Jahr auf dem Prüfstand befand.
Wie HORIZONT Online exklusiv erfahren hat, sind die Würfel nun endgültig gefallen. Thjnk in Düsseldorf geht als Sieger aus dem Pitch hervor und ist künftig für die Automarke verantwortlich. Damit betreut die Agenturgruppe, die zu WPP gehört, nun schon die zweite Marke aus dem VW-Konzern: Die Niederlassungen in Hamburg und Berlin arbeiten für Audi.


Details zur geplanten Zusammenarbeit mit Škoda sind noch nicht bekannt. Škoda Auto Deutschland mit Sitz in Weiterstadt will sich erst in den nächsten Tagen offiziell dazu äußern. Offen ist auch, ob Thjnk nur national oder auch international für die Marke arbeiten wird. Denn auch Fallon muss um den Etat zittern. Anfang des Jahres hat der tschechische Autohersteller zu einem internationalen Pitch gerufen.

Hier soll allerdings noch keine Entscheidung gefallen sein. Für Leagas Delaney dürfte der Verlust nicht nur emotional, sondern auch unternehmerisch schwer zu verkraften sein, schließlich handelt es sich um den wohl größten Kunden der Agentur, die außerdem Marken wie Cosmos Direkt, Eismann, Kerrygold und Wempe betreut. Die Agentur wollte sich auf Anfrage nicht zu der Niederlage äußern. bu
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