Auf den Spuren von "Supergeil"

Das irre "Nicht-Doch"-Musikvideo von Jung von Matt/Spree für die Sparkasse

Die neue Kampagne der Sparkasse kommt als Musikvideo daher.
© Sparkasse
Die neue Kampagne der Sparkasse kommt als Musikvideo daher.
Ganz schön mutig, dieser Auftritt: Die Sparkasse geht mit einer sehr überraschenden Kampagne in die werbliche Offensive. Herzstück ist ein mehrminütiges Musikvideo, das ein sehr menschliches Dilemma thematisiert: Bei größeren finanziellen Anschaffungen sagt der Verstand gerne mal „NICHT“, der Bauch hingegen ruft „DOCH“ – und umgekehrt. Hier hilft die Sparkasse beziehungsweise der S-Kreditpartner mit seinem Privatkredit.

"Wir kennen dieses Hin und Her im Kopf und haben darauf eine musikalisch mitreißende Jahreskampagne entwickelt, die zeigt, dass wir unsere Kunden in solchen Situationen optimal unterstützen", sagt Silke Lehm, Leiterin Marketing-Kommunikation beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V. (DSGV). Die Grundidee hätte sich zweifellos auf vielerlei Arten erzählen lassen. Stammbetreuer Jung von Matt/Spree hat sich für den musikalischen Weg entschieden und folgt damit dem erfolgreichen Muster anderer Kampagnen aus der Agenturgruppe – man denke nur an diverse BVG-Kampagnen, Eis.de, Edeka und Sixt.


Gleichzeitig hat die Agentur für die Sparkasse eine ganz eigene Tonalität und einen unverwechselbaren Stil gefunden. Die gleichermaßen liebevolle wie skurrile Umsetzung des Musikvideos lässt schnell vergessen, dass es sich hierbei um Finanzkommunikation handelt.

Eine weitere Besonderheit dieses Auftritts ist zweifellos sein immenser Umfang, der fast alle Medienkanäle umfasst. So gibt es neben dem Musikvideo mehr als 20 verschiedene Song-Varianten für den Einsatz in TV, Radio, digitalen Kanälen und zu internen Zwecken. Darüber hinaus kommt ab Ostersonntag eine virtuelle Hit-Maschine zum Einsatz, mit der jeder seinen eigenen "Nicht-Doch"-Ohrwurm zu bestimmten Anlässen, für bestimmte Personen personalisieren und verschicken kann.


Sowohl der Hauptsong als auch sämtliche Varianten wurden größtenteils von JvM/Spree getextet, während der charakteristische Sound von dem früheren DDB-Kreativdirektor Ludwig Berndl stammt. Er hat dem Protagonisten seine Stimme geliehen, an den Songtexten mitgearbeitet und sogar selbst einen kleinen Cameo-Auftritt im Video. Die Regie zum Musikvideo führte Bernd Faass, Element E war verantwortlich für die Produktion. Eine kürzere Variante des Clips wird ab Ostern mit hohem Werbedruck im TV geschaltet. Funkspots und diverse Social Media sollen außerdem dafür sorgen, dass der "Nicht-Doch"-Song schon bald in aller Munde ist.

Während der bundesweite Big Bang erst am 1. April ist, konnten bestimmte Kampagnenbestandteile bereits seit Jahresbeginn auf regionaler Ebene genutzt werden. Bei der Entwicklung sei es der Anspruch gewesen, den Insight, dass Finanzierungsentscheidungen oft zu inneren Konflikten führen, einzigartig umzusetzen – und zwar in einer Weise, "die sich völlig von den gewohnten Zinssatz-Kampagnen der Konkurrenz abhebt", erklärt Till Eckel, Kreativgeschäftsführer bei Jung von Matt/Spree. Diesem Anspruch sind Agentur und Kunde auf jeden Fall mehr als gerecht geworden. bu

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