Milliarden-Etat

Dentsu Aegis sticht Wettbewerber im Microsoft-Pitch aus

Microsoft bleibt Dentsu Aegis treu
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Microsoft bleibt Dentsu Aegis treu
Ende 2017 hat Microsoft seinen 1,5 Milliarden US-Dollar schweren Mediaetat neu ausgeschrieben. Jetzt ist die Entscheidung gefallen. Im Pitch um die Microsoft-Milliarden hatte am Ende Etathalter Dentsu Aegis mit seinem Medianetwork Carat die Nase vorn. Das bestätigt der Konzern gegenüber Adage.
Laut Kathleen Hall, bei Microsoft als Corporate Vice President für die Themen Brand, Advertising und Research zuständig, ist der weltweite Mediaagentur-Review abgeschlossen. Der Konzern, der seine Kampagnen von m:united//McCann entwickeln lässt, wird die Zusammenarbeit mit Dentsu Aegis verlängern, lässt Hall per E-Mail ausrichten. Damit wird die Dentsu-Aegis-Tochter Carat auch in Zukunft Mediaplanung und -einkauf für Microsoft abwickeln. 


Für Dentsu Aegis, das im jüngsten Gunn Report im Ranking der erfolgreichsten Medianetworks nur auf Rang 9 geführt wurde, ist die Verteidigung des Etats ein großer Erfolg. Gerade erst hatte Carat beim Pitch um den europaweiten Sky-Etat das Nachsehen. Auf der Haben-Seite stehen allerdings auch Etats wie die von Douglas sowie die von Jaguar und Land Rover, die Carat (Douglas) beziehungsweise Dentsu X in diesem Jahr gewonnen haben. 

Medienberichten zufolge waren im Microsoft-Pitch fast alle großen Networks vertreten. So soll sich das von Carat angeführte Dentsu-Aegis-Team gegen Wavemaker (WPP),  Starcom (Publicis) und UM (IPG) durchgesetzt haben.


Dem Vernehmen nach sollen die Konditionen bei der Pitch-Entscheidung eine erhebliche Rolle gespielt haben. Sollte Microsoft die Ausschreibung genutzt haben, um die Kosten weiter zu drücken, wäre das keine Überraschung. Der Konzern hat seine Mediaspendings bereits in den vergangenen Jahren massiv zurückgefahren. Gab der Konzern im Jahr 2012 noch satte 2,5 Miliarden US-Dollar für Werbung aus, war der Konzern in den Jahren 2015 (1,9 Milliarden), 2016 (1,6 Milliarden) und 2017 (1,5 Milliarden) deutlich sparsamer. mas
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