Merger

WPP legt Burson-Marsteller und Cohn & Wolfe zusammen

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Das Markenportfolio von WPP verändert sich mal wieder
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Das Markenportfolio von WPP verändert sich mal wieder
Bei der britischen Werbeholding WPP geht die Konsolidierung des Agenturportfolios weiter. Nachdem im vorigen Jahr die Mediaagenturen MEC und Maxus zu Wavemaker und im Designbereich gleich fünf Marken zu Superunion zusammengelegt wurden, gibt es nun einen Merger in der PR-Sparte. Betroffen sind die Agenturen Burson-Marsteller und Cohn & Wolfe. Sie werden verschmolzen und treten künftig unter dem gemeinsamen Namen Burson Cohn & Wolfe (BCW) auf.
Die Führung übernimmt die bisherige Chefin von Cohn & Wolfe Donna Imperato. Burson-Chef Don Baer wird Chairman. Durch den Merger entsteht eine Agenturgruppe mit weltweit rund 4000 Mitarbeitern. Wie sich die Fusion auf den deutschen Markt auswirkt, war bislang nicht in Erfahrung zu bringen. An der Spitze des hiesigen Ablegers von Burson-Marsteller steht CEO Alexander Fink. Cohn & Wolfe Deutschland wird von Managing Director Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach geführt.


Hierzulande hat sich Cohn & Wolfe zuletzt deutlich dynamischer entwickelt. Laut Ranking (PR-Journal) verzeichnete die Agentur 2016 einen Umsatzsprung von mehr als 95 Prozent. Burson-Marsteller konnte dagegen nur um 3 Prozent zulegen. Trotzdem ist die in Frankfurt, Berlin und München vertretene Agentur immer noch größer als die Kollegen in Hamburg. Burson-Marsteller erzielte einen Umsatz von rund 8 Millionen Euro, Cohn & Wolfe kommt auf 4,5 Millionen Euro. Allerdings hat die Agentur zuletzt weiter aufgeholt. Standen 2016 noch 45 Mitarbeiter auf der Payroll, sollen es aktuell fast 70 sein. Zu Cohn & Wolfe gehört auch die Tochterfirma Axicom in München. mam
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